Projekt soll 2018 Fahrt aufnehmen

„Dreck und Pfützen“: Bürger ärgern sich über die Schotterpiste auf der Dreyer Deichkrone

Um eine Gefahrenquelle zu beseitigen, soll der Weg auf der Deichkrone verlegt werden. Deshalb wird diese Schotterstrecke auch nicht ausgebessert. - Foto: Ehlers

Weyhe - Von Sigi Schritt. Das Thema Schotterpiste auf dem Weserdeich war am Dienstag zwar nicht auf der Tagesordnung der Bauausschuss-Sitzung, doch Bürger nutzten die Gelegenheit, um ihrem Ärger Luft zu machen.

Dietmar Rau bemängelte den Zustand des Radwegs von der Unterführung bis zum Paddelclub. Auch Heiner Bielefeld monierte die marode Strecke, auf der es nicht möglich sei, bei starkem Regen trockenen Fußes voranzukommen. Dass diese Piste seit fünf Jahren nicht ausgebaut ist, bezeichneten einzelne Bürger als einen Schildbürgerstreich und riefen in den Ratssaal hinein.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte freute sich, dass Bürger wie Rau dieses Problem ansprechen. Der Radweg sollte bereits vor Jahren verlegt werden. Der Bau werde aber nicht von der Gemeinde, sondern vom Mittelweserverband betrieben. Das bestätigte auf Anfrage dessen Geschäftsführer Peter Neumann. Er könne die Aufregung nicht verstehen. Bei ihm würden eher Bürger anrufen, um sich in erster Linie wegen der Verschmutzung ihrer Fahrräder zu beschweren.

Der Verband plant, den 400 Meter langen Weg deshalb für einen sechsstelligen Betrag zu verlegen, weil das Unternehmen Winkler im Außendeich eine Lagerstätte betreibt. Der Verband sieht laut Neumann dort eine Gefahrenquelle, die es abzustellen gilt. Dazu soll der Weg in Höhe des Aldi-Areals in Richtung Weser verschwenkt werden. Große Höhenunterschiede müssten die Radwanderer aber nicht befürchten, da sich der neue Weg auf dem gleichen Höhenniveau befinden wird, so Neumann.

Die Neubaustrecke führt entlang der Lagerstätte, sodass Radfahrer dem Wasser sogar etwas näher sind. Beim Faltbootwanderer-Klub werde der neue Weg an den Bremer Deich angeschlossen.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte musste der Zuhörerschaft mehrmals entgegnen, dass die Gemeinde nicht für das Projekt verantwortlich ist. Es wäre eine Verschwendung von Steuergeldern, wenn die Gemeinde Geld für die Ertüchtigung einer Strecke im Wissen ausgibt, dass Monate später der Weg verlegt wird. Dass der Bau Jahr für Jahr geschoben worden ist, sei unglücklich.

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