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Doppeltes Gartenfest in Weyhe

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Von: Dierck Wittenberg

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Diedrich „Dididoktor“ Heumann (vorne). Mit ihm freuen sich (v.l.) die Bildhauerinnen Carola Goetz und Ursel Wunsch-Bertram, Weyhes Kulturbeauftragte Hedda Stock sowie Helmut Fellermann (Genky Club) und Gerd Moos (Lahauser Bühne).
Kann einen Rosengarten versprechen: Diedrich „Dididoktor“ Heumann (vorne). Mit ihm freuen sich (v.l.) die Bildhauerinnen Carola Goetz und Ursel Wunsch-Bertram, Weyhes Kulturbeauftragte Hedda Stock sowie Helmut Fellermann (Genky Club) und Gerd Moos (Lahauser Bühne). © Wittenberg, Dierck

Das Rosenfest und das Bildhauersymposium mit Musik, Theater und Skulpturen werden zusammengelegt, und zwar am 19. Juni in den Garten von Diedrich Heumann am 19. Juni.

Weyhe – Dieses Jahr steht das Bildhauersymposium im Namen der Rose, und umgekehrt bereichern Skulpturen das Rosenfest 2022. Denn die Organisatoren haben sich entschieden, beide Veranstaltungen am 19. Juni zusammenzulegen – in den Garten von Diedrich Heumann, dem als Dididoktor bekannten singenden Landarzt aus Jeebel.

Hintergrund ist, dass nach dem Ende der meisten Coronabeschränkungen eine Welle von Veranstaltungen auch durch Weyhe rollt. Das verspricht einerseits eine Rückkehr zur Normalität, andererseits führt das zu Termin-Überschneidungen. „Es wäre Quatsch gewesen, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen“, sagt Weyhes Kulturbeauftragte Hedda Stock.

Für die Bildhauertagung hatten sich Mitglieder des Vereins Kunst in der Provinz seit 2004 in der Sudweyher Wassermühle eingefunden – bis Corona für eine zweijährige Unterbrechung gesorgt hat. Überlegungen für eine Zusammenlegung habe es schon bei der Sanierung der Straße Im Mühlengrunde gegeben, so Stock.

Eine Rose
Kann einen Rosengarten versprechen: Diedrich „Dididoktor“ Heumann (vorne). Mit ihm freuen sich (v.l.) die Bildhauerinnen Carola Goetz und Ursel Wunsch-Bertram, Weyhes Kulturbeauftragte Hedda Stock sowie Helmut Fellermann (Genky Club) und Gerd Moos (Lahauser Bühne). © Wittenberg, Dierck

Auch das Rosenfest, das „Dididoktor“ Heuermann seit 2006 auf seinem Grundstück ausgerichtet hatte, war zuletzt ausgefallen. Nun kehrt es in Heuermanns Garten zurück, in dem 400 bis 500 verschiedene Rosen blühen – mit Musik, Theater, und erstmals mit Bildhauerkunst. Die Einladung der Gemeinde verspricht ein Erlebnis für Augen, Nase und Ohren. Hedda Stock freut sich auf ein schönes Fest „in diesem wunderschönen Garten“.

Laut Einladung beginnt der Tag um 11 Uhr mit einer Begrüßung durch Weyhes zweite stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Söfty. Danach wird die Band Chapeau Manouche die „Seebühne“ betreten, die an Heumanns großem Gartenteich aufgebaut werden soll.

Das Oldenburger Quartett spielt Jazz und Swing in ungewöhnlicher Instrumentierung. Ihr Stil ist an die Musik des Jazzgitarristen Django Reinhardt angelehnt.

Plattdeutschen Laientheater will mit Sketchen für Lacher sorgen

Um 14 Uhr wird ein Auftritt der Leester Chorvereinigung folgen, um 15 Uhr will die traditionsreiche Kapelle Genky Club zum Tanz bitten. In zwei Blöcken wollen die Mitglieder der Lahauser Bühne mit Sketchen für Lacher sorgen. Für das seit mehr als 80 Jahre bestehende plattdeutsche Laientheater bedeutet der Auftritt beim Rosenfest-Bildhauersymposium eine Rückkehr nach Corona. Ute Thaden freut sich auf die „Möglichkeit, endlich wieder vor Publikum aufzutreten“. Sich wieder präsentieren zu können, sei auch ein Signal: „Uns kann man buchen!“ Die Spielpausen zwischen den Sketchen will wiederum der singende Doktor dafür nutzen, seine plattdeutschen Lieder zu spielen.

Und zusätzlich haben Besucher dieses Mal Gelegenheit, Künstlerinnen und Künstlern über die Schulter zu schauen, wenn Skulpturen entstehen. Für den öffentlichen Teil ihrer diesjährigen Tagung haben sich Karsten Klemm, Susanne Kohler, Renate Kablitz, Stefan Vogt, Agnes Gerken-Lüllmann, Greta Mindermann-Lynen, Ursel Wunsch-Bertram und Carola Goetz angekündigt. Sie arbeiten mit verschiedensten Materialien, die von Holz über Ton und Glas bis hin zu Stein reichen.

Schritte von der Idee zur Skulptur werden präsentiert

Sonst haben die Künstler beim Symposium die Arbeiten präsentiert, die im Vorjahr begonnen wurden, erklärt Carola Goetz. Wegen der zweijährigen Pause ist das dieses Mal nicht möglich. Aber man kann die ersten Schritte von der Idee zur Skulptur verfolgen. Der Ursprung einer Form könne bei ihr in den Mustern auf dem Porzellangeschirr liegen, so Ursel Wunsch-Bertram. Diese Form werde dann dreidimensional umgestaltet.

Um sich zwischendurch zu stärken, wird es an dem Sonntagnachmittag neben Kunst, Kultur und Rosen auch Kaffee und Kuchen, sowie Grillwürstchen und Getränke geben. Fehlt also nur noch das passende Wetter.

Rosenfest mit Skulpturen

Sonntag, 19. Juni, im Garten an der Lahauser Straße 44 (Hofzufahrt über die Straße Zum Bülten, Parkplatz auf der Wiese nebenan) von 11 bis circa 18 Uhr. Der Eintritt kostet 3 Euro, kostenlos für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Menschen mit Behinderungen.

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