Franziska Mehlan und Thorsten Strier verabschiedet

Domenico Corbo übernimmt Leitung des Polizeikommissariats Weyhe

Führungswechsel: Flankiert von Thomas Kues (l.), Leiter der Polizeiinspektion Oldenburg, und dem Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Oldenburg, Johann Kühme (r.), verabschiedeten sich Thorsten Strier und Franziska Mehlan aus dem Weyher Kommissariat, dessen Leitung zukünftig Domenico Corbo (2.v.r) innehaben wird.
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Führungswechsel: Flankiert von Thomas Kues (l.), Leiter der Polizeiinspektion Oldenburg, und dem Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Oldenburg, Johann Kühme (r.), verabschiedeten sich Thorsten Strier und Franziska Mehlan aus dem Weyher Kommissariat, dessen Leitung zukünftig Domenico Corbo (2.v.r) innehaben wird.

Weyhe – Einer kommt, zwei gehen, so lässt sich der Pressetermin des Polizeikommissariats Weyhe Donnerstag im Rathaus zusammenfassen. Offiziell verabschiedet wurden dort Polizeioberrätin Franziska Mehlan als ehemalige Leiterin des Weyher Kommissariats sowie ihr kommissarischer Nachfolger Polizeioberrat Thorsten Strier. Dafür ab jetzt offiziell neu im Amt: Domenico Corbo, ebenfalls Polizeioberrat.

Das bedeutet ein kurioses Stühlerücken. Denn Corbo leitete zuvor den Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Diepholz – genau den Posten, den Thorsten Strier nun bekleiden wird. Franziska Mehlan hingegen verschlug es bereits Ende letzten Jahres ins Innenministerium, weshalb Strier in Weyhe einsprang.

Und noch ein Zufall: Corbo übernahm in Diepholz seinerzeit die Position von Thomas Kues. Der wurde damals Leiter der Polizeiinspektion Oldenburg – und hielt in Weyhe jetzt die erste Laudatio. Besonders hob er Mehlan hervor, der er eine „zugewandte, menschliche Art, die viel Nähe erzeugt“ bescheinigte.

Verantwortung für 64.500 Bürger

Wie viel Nähe, das bewies der Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, Johann Kühme, der betonte: „Als Behördenleiter darf ich es mir erlauben, sie Franzi zu nennen.“ Der Spitzname Franzi habe sich in den letzten Jahren für ihn zu einem geflügelten Wort entwickelt, die Person dahinter verdiene „Respekt und Anerkennung.“

Als Feier wolle er die Veranstaltung aber nicht verstehen, denn: „Es ist ja auch ein Abschied.“ Thorsten Strier dankte er für die Übernahme der vakanten Stelle, Domenico Corbo attestierte er einen Einstieg in die neue Aufgabe „mit Freude, Zuversicht und Selbstbewusstsein“. Corbo trage nun Verantwortung für rund 64 500 Bürger sowie für 70 Kollegen.

„Überragendes Team“

Für Franziska Mehlan lohnte sich das Erscheinen übrigens besonders, denn Ina Pundsack-Bleith, Weyhes Erste Gemeinderätin, stellte in ihrem Wortbeitrag fest: „Ich weiß gar nicht, warum wir noch per Sie sind, das sollten wir schnellstens ändern!“ Das „Du“ nahm Mehlan gerne an, die über ihre vergangene Tätigkeit resümierte: „Die Stärke der Dienstelle liegt im überragenden Team!“ So habe man beispielsweise die Schwierigkeiten der Pandemie gemeinsam gemeistert.

2016 übernahm die damals 32-Jährige das Weyher Kommissariat. Mit den Worten des Dichters Ernst Ferstl verabschiedete sie sich: „Jede Herausforderung ist ein Tor zu neuen Erfahrungen.“

Neue Erfahrungen erwarten auch Thorsten Strier. Der hatte zuvor Fotos von Corbo beim Amtsantritt in Diepholz 2014 gefunden. „Du bist ja ganz schön gealtert“, stellte er fest. „Jetzt frage ich mich, ob das durch die Tätigkeit kommt.“ Für ihn jedenfalls sei Corbo die Hauptperson der Veranstaltung im Ratssaal. Die einjährige Leitung des Kommissariats sei für Strier eine „Herzensangelegenheit“ gewesen, Weyhe sei für ihn „ein Wohnzimmer mit Wohlfühlcharakter“.

Wunschdienststelle Weyhe

Und in diesem sitzt nun Domenico Corbo. „Auf diesen Moment habe ich lange gewartet. Das ist ein besonderer Tag für mich“, sagte er – und das lag für den in Versmold geborenen Halbitaliener nicht am Termin der offiziellen Amtseinführung, doch er betonte: „Es birgt ein gewisses Risiko, einen Westfalen am 11.11. um 11 Uhr in sein Amt einzuführen. Die Polonäse machen wir aber ein anderes Mal.“

Für Corbo sei Weyhe seine „Wunschdienststelle“ gewesen, denn dort herrsche „ein tolles Arbeitsklima zwischen Führungskräften und Mitarbeitern“. Zudem bleibe er trotz Stand- und Wohnortswechsel im bekannten Zuständigkeitsbereich. Einer Elfjährigen erklärte er kürzlich seinen zukünftigen Aufgabenbereich so: „Ich stehe den Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung und sorge dafür, dass die Kollegen ihren Beruf immer und mit Spaß ausüben können.“

Und auch wenn Stephan Korte in seinen zwei Jahren als Stuhrs Bürgermeister bereits seinen dritten Kommissariatsleiter begrüßen darf, stellt er auch für Domenico Corbo klar: „Die Tür des Rathauses steht auch für dich immer offen.“

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