Dirigentenwechsel bei Schlickrutschern: Irmgard Ribbe stellt Nachfolgerin vor

Alexandra Brünner gibt nun den Takt an

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Die langjährige Dirigentin der Schlickrutscher Irmgard Ribbe wechselt in den Hintergrund. Alexandra Brünner leitet ihre erste Probe.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Alexandra Brünner aus Kirchweyhe heißt die neue Chorleiterin, die seit Montagabend bei den Leester Schlickrutschern den Takt angibt. Die 49-Jährige entstammt einer Künstlerfamilie, absolvierte ein Studium mit dem Schwerpunkt Klavier, spielt weitere Instrumente und hat nun den symbolischen Rettungsring augenzwinkernd von ihrer Vorgängerin Irmgard Ribbe erhalten. Sie leitete erfolgreich ihre erste Probe mit den 30 Männern.

„Ich freue mich, dass sich die Sänger einstimmig für mich entschieden und mir das Vertrauen geschenkt haben“, sagte Brünner. Sie berichtete von dem ungewöhnlichen Weg, der sie zum Ensemble geführt hat: „Ich habe die Männer erstmals live auf der Beerdigung eines Chormitgliedes gehört. Ich war dort, weil ich für einen Bestatter Musik gemacht habe. Außerdem ist mein Nachbar auch bei den Shantys.“ Er habe ihr gesagt, dass er geträumt hätte, sie würde die Leitung von Irmgard Ribbe übernehmen. „Ich habe mich mit dem Gedanken schnell anfreunden können. Da ich aber selbst überwiegend am Wochenende auftrete, habe ich auch Bedenken gehabt, dass Termine kollidieren.“ Doch die Sänger hätten ihr schnell die Angst genommen, dass das passiert. „Es freut mich, dass Irmgard Ribbe bei Bedarf einspringt und so für alle Seiten einen sanften Wechsel ermöglicht“, lobt Brünner.

Die 49-Jährige will den eingeschlagenen Weg beibehalten und weiter den Spaß an der Musik in den Vordergrund stellen, möchte aber bei den Schlickrutschern auch eigene Akzente setzen. „Ich wünsche mir, dass der Chor noch bekannter wird“, so Brünner. Sie habe selbst an TV-Produktionen mitgewirkt und könne sich gut vorstellen, dass „ihre Männer“ dazu auch Lust haben. „Alles ist vorstellbar“, so die Kirchweyherin. Sie hat eine langjährige Erfahrung. Obwohl sie von der Musik lebt und auf Veranstaltungen, Hochzeiten und Geburtstag regelmäßig auftritt, will sich die Mutter von drei erwachsenen Kindern viel Zeit für die Schlickrutscher nehmen.

Musik bestimme ihr Leben: Alexandra Brünner, geboren 1965 in Kattowitz, spielte schon im Alter von vier Jahren Klavier. Der Vater war Musiker, der Onkel ein bekannter Schauspieler und Regisseur und Dokumentarfilmer. „In einer musikalischen Ganztagsschule haben sie uns gut getrimmt“, sagt sie, so dass der Weg in eine Musikhochschule folgerichtig war. Neben Klavier spielt sie Keyboard, Saxofon, Oboe, Klarinette und Kirchenorgel wie etwa die in der Kirche St. Johann in Bremen.

Die Familie wechselte 1981 nach Deutschland, seit 1988 lebt Brünner in Weyhe und fasste als Musikerin Fuß in der Region. Ihr Hobby hat übrigens mit der Musik nichts zu tun: Sie liebt die italienische und spanische Sprache, spricht neben Polnisch und Deutsch auch Russisch sowie Englisch. So seien ihr die Texte von Seemannsliedern anderer Länder nicht fremd.

Öffentlichkeitswirksam will der Chor den Dirigentenwechsel bei einem Konzert am 31. Mai in der Cyriakuskirche in Bruchhausen-Vilsener vollziehen.

Das Konzert des Kreissängerbundes beginnt um 15 Uhr. Beim ersten Lied wird noch Irmgard Ribbe den Takt angeben, dann stellt sich ihre Nachfolgerin auf das Pult, kündigt Pressesprecherin Anja Paradies an.

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