Nachfolger gesucht

„Ein Wirtschaftsförderer ist ein Kümmerer“

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Dieter Helms will ab Herbst seinen Nachfolger einarbeiten. Das hat der Wirtschaftsförderer gestern im Rathaus verkündet.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Nach drei Jahrzehnten im Amt des Wirtschaftsförderers wechselt Dieter Helms zum Jahresende in den Ruhestand. Er will einen Nachfolger gründlich einarbeiten, den derzeit das Personalamt der Gemeinde zum Oktober sucht.

Als „Kind der Gemeinde Weyhe“, wie sich Helms selbst bezeichnet, habe er seit seiner Jugend erlebt, wie sich die Ortsteile entwickelten. Mit seinen Eltern war er 1968 von Riede nach Weyhe gezogen, ist in der Wesergemeinde aufgewachsen und hat in Bremen Wirtschaftswissenschaften studiert. Lediglich für die Bundeswehr habe er die Grenzen der Nordkreisgemeinde verlassen. Mit dem Studium habe er Verständnis für betriebswirtschaftliche Abläufe bekommen.

Helms hat neben Andreas Bovenschulte fünf weitere Hauptverwaltungsbeamte kennen gelernt – die Gemeindedirektoren Alfred Wetjen, Dietrich Schütte und Edmund Irmer sowie nach der Verwaltungsreform die Bürgermeister Edmund Irmer, Reinhard Osterloh und Frank Lemmermann. Stets sei der ständige und direkte Kontakt zum Rathauschef eine der großen Stärken der Gemeinde gewesen. Deshalb sei es immer möglich, nicht nur Kontaktpflege zur örtlichen Wirtschaft zu betreiben und Betriebsentwicklungen zu begleiten, sondern bei Problemen gemeinsam mit dem Bürgermeister Lösungen zu erarbeiten. Jeden Freitag gebe es eine Besprechungsrunde, in der der Rathauschef von seinen Ideen und Wünschen berichtet. „Der Wirtschaftsförderer ist ein Kümmerer. Er muss ehrlich und schnell sein und Projekte zentral in die Verwaltung einschleusen.“ Wichtig sei es, dass Unternehmer einen schnellen Draht zur Verwaltung bekommen. „Sie rufen nicht dreimal an“, so Helms. Als es noch keine Handys gab, sei es besonders wichtig gewesen, dass das Telefon ständig besetzt gewesen ist, berichtet er. Jetzt seien es E-Mails, die möglichst sofort bearbeitet werden sollen. Eine hohe Reaktionsschnelligkeit sei ein weiterer Pluspunkt, weshalb sich so mancher Betrieb in Weyhe angesiedelt habe. Existenzgründung, Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit zählen mittlerweile ebenso zum Aufgabenspektrum wie die Tourismusförderung.

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