SoVD-Ortsverein Kirchweyhe besteht seit 70 Jahren

„Dienstleister für eine gerechte Gesellschaft“

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Die Vorsitzende Rita Wegg (5.v.l.) im Kreise der Gratulanten zum 70. Geburtstag des SoVD-Ortsverbands Kirchweyhe, darunter Landespressesprecher Matthias Büschking (3.v.l.), Kreisvorsitzender Bruno Hartwig (6.v.l.) und Bürgermeister Andreas Bovenschulte (dahinter).

Kirchweyhe/Riede - Zur 70-Jahrfeier des SoVD-Ortsvereins Kirchweyhe hat die Vorsitzende Rita Wegg am Samstag die Gäste im voll besetzten Saal des Gasthauses Scholvin-Ortmann in Riede begrüßt. Darunter die beiden Töchter des Sozialverband-Gründungsvaters Heinrich Fastenau, Waltraud Laue und Elke Heuer. Rita Wegg zeigte, dass der Ortsverein trotz prominenter Gäste und 1 060 Mitgliedern „das Familiäre“ pflegt: Unter ihnen war auch Volker Schumacher, der an diesem Tag Geburtstag feierte und dem sie gratulierte. Prompt stimmten die „Genkys“ ein Geburtstagsständchen an, das alle Anwesenden mitsangen.

Wegg erinnerte an die Gründer und die Vorsitzenden des Ortsvereins, die die Grundlage dafür gelegt hatten, dass sich in Kirchweyhe ein so starker und lebendiger Ortsverband entwickeln konnte, der sich an der Entwicklung und Gestaltung der sozialen Zukunft beteiligt hat und weiterhin beteiligt.

Der Kreisvorsitzende Bruno Hartwig zitierte Altbundeskanzler Helmut Kohl: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten“. Hartwig erinnerte an die Gründungsjahre des bis 1999 noch als „Reichsbund“ geführten Verbands, der als Selbsthilfeinitiative gegründet worden war und sich inzwischen immer mehr zu einem „Dienstleister für eine gerechte Gesellschaft“ entwickele.

Er erinnerte an Anneliese Horling, die einst den Vorsitz übernommen hatte, nachdem ihr Mann, der Vorsitzende Friedrich Horling gestorben war. Sie hatte den Posten 22 Jahre lang inne, weil sich niemand fand, um diese Aufgabe zu übernehmen. Darüber wäre der Ortsverein Kirchweyhe fast zerbrochen, wenn sich Waldemar Erdmann nicht bereit erklärt hätte, die Verantwortung zu übernehmen.

„Und dann kam Rita“

„Und dann kam Rita“, setzte Hartwig seine Rede fort, und jeder im Saal wusste, was gemeint war: „Frischer Wind, neue Ideen, Energie und Power; und der Vorstand zog mit.“ Inzwischen sei der Ortsverein Kirchweyhe ein Aushängeschild für den SoVD des Landkreises Diepholz.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte gratulierte im Namen der Gemeinde. Der Verband sei in vielen Bereichen eine tragende Säule im gesellschaftlichen und sozialen Leben Weyhes. Als den „personifizierten Motor des SoVD-Ortsverbands“ bezeichnete er die Vorsitzende Rita Wegg.

Bovenschulte kritisierte die ungleiche Vermögensverteilung, ein hohes Maß an Ungleichheit, das die Begabungsreserven Deutschlands nicht ausschöpfe. Das könnte zu einer Parallelgesellschaft führen, warnte er, die „Spalter“ könnten aber durchaus auch „die oberen 10 000 sein“. Dieser Gefahr für die Gesellschaft könne man begegnen, indem große Vermögen und höhere Einkommen stärker besteuert würden.

Der SoVD sei das soziale Gewissen des Landes, erklärte der Landespressesprecher, Matthias Büschking in seiner Rede. Er sei ein politischer Verband, der sich als konstruktiver Mahner und Kritiker bei fachlicher Genauigkeit parteipolitisch neutral verhalte. „Der Ortsverein Kirchweyhe setzt Maßstäbe für die Arbeit im Land Niedersachsen“, lobte er.

In Kirchweyhe seien Projekte umgesetzt worden, die die Menschen zum Mitmachen anregten. „Es ist genau so wichtig, Menschen für eine Aufgabe zu bewegen, wie die Arbeit selbst zu tun“, so Büschking.

bt

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