„‘Ne richtige Granate“

Kulturforum der KGS Leeste öffnet mit neuer Technik und neuem Kiosk

Schaut sich das Technik-Pult an: Bürgermeister Frank  Seidel und probiert dabei auch Knöpfe aus.
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Schaut sich das Technik-Pult an: Bürgermeister Frank  Seidel und probiert dabei auch Knöpfe aus.

Weyhe – Es ist längst nicht so alt wie die Schule, war aber auch in die Jahre gekommen. Gemeint ist das Kulturforum der KGS Leeste. Drei Jahrzehnte nach der Eröffnung strahlt der Versammlungssaal in neuem Glanz.

Bürgermeister Frank Seidel probiert bei einer Stippvisite die offenbar intuitiv bedienbare Technik aus und steuert zum Beispiel Lichter und Beamer per iPad. Wer wissen möchte, wie sich das Kulturforum verändert hat, kann dies am Freitag, 25. September, tun. Dann öffnet die Gemeinde den Saal für die Öffentlichkeit. Anlass ist die Vorstellung des Kabarettisten Lutz von Rosenberg Lipinsky, die um 20 Uhr beginnt.

Das Auffällige: Das Kulturforum ist seit dem Umbau ein völlig vom Rest der Schule abgetrennter Raum. Vorbei sind die Zeiten, in denen Schüler während des offiziellen Theater-Unterrichts hin- und herliefen, weil der hintere Raum des Forums zum Flurbereich gehörte. Dass das Forum autark genutzt werden kann, sei eine Vorgabe der Gemeinde gewesen, erläuterte Tanja Remke.

Steht am Rand der künftigen Außenbühne: Architektin Tanja Remke.

Eine Besonderheit, die sicherlich bei schönem Wetter genutzt werden kann: Die Bühne wird rund 2,5 Meter in Richtung Hattesohl-Trakt verlängert und bekommt somit einen Außenbereich. „Der ist noch nicht fertig“, sagt Tanja Remke. An der Fassade gibt es bereits mehrere Schiebetüren, die die Außenbühne nach innen verlängern. Rund 60 Personen könnten dann auf einer Stufenanlage Platz nehmen, so die Architektin. Damit nicht genug: Es sei schließlich auch möglich, den Schulhof als Zuschauerraum mit einzubeziehen, erklärt sie.

Kulturforum-Vorhänge ermöglichen Vorbereitungen im Verborgenen

Der rote Bühnen-Vorhang ist einem schwarzen gewichen. Dunklen Stoff gibt es auch für die Fenster sowie für den hinteren Teil des Kulturforums. Tanja Remke nennt einen großen Vorteil: Wer jetzt nämlich im Forum etwas vorbereitet, kann dies sogar unbeobachtet tun.

Zwar ist es ausgeschlossen, dass Schüler im Unterricht hin- und herlaufen, weil sie andere Wege zur Verfügung haben, aber es gibt neue Glaswände, durch die man hindurchschauen kann. Durch den Vorhang, der den inneren Zuschauerraum verdecken kann, ist das also ausgeschlossen.

Wird am kommenden Freitag erstmals öffnen: Der Kiosk im Kulturforum.

Neu ist die Farbgestaltung: Der Teppichboden ist in Petrol-Farben gehalten, die meliert sind. Dazu gibt es an einer Wand Nischen aus hellem Holz, deren Rückwand ebenso in Petrol gestrichen sind. Der Belag sei nicht etwa ausgerollt, sondern die Handwerker hätten Teppich-Fliesen verwendet. Wenn also auf diesem Boden Rotwein verschüttet wird, und der Fleck nicht herausgeht, so könnte man die betroffene Fliese mit wenig Aufwand austauschen. „Sie sind lose mit leichter Haftung verlegt.“ Die Architektin erläuterte, dass der Hersteller eine zehnjährige Garantie gebe und die Schule im Keller Ersatzrollen einlagern würde. Der gleiche Teppichboden sei für den Konferenzraum und später auch für das kleine Forum am anderen Ende der KGS vorgesehen.

Kulturforum-Bühnentechnik auf dem neuesten technischen Stand

Die Bühnentechnik könne sich auch sehen lassen. Sie sei auf dem neuesten technischen Stand. Davon konnte sich bereits Bürgermeister Seidel überzeugen. „Die Technik ist ‘ne richtige Granate“, sagt er begeistert, nachdem er zahlreiche Regler ausprobiert hat und zum Beispiel die Bühne in wechselhaftes Licht getaucht hat.

Wenn das Publikum die Kabarettveranstaltung besucht, wird der Förderverein der KGS erstmals Getränke anbieten, kündigt die Kulturbeauftragte Hedda Stock an. Der Kiosk bilde eine Art Versorgungsschnittstelle zwischen dem Schulflur und dem Flur des Kulturforums und hat daher zwei Tresen.

Frank Seidel lobt außerdem die Akustik. Sie sei erheblich besser geworden. Wie Tanja Remke erklärt, liegt das an den sogenannten Sauerkraut-Platten, die an der Decke verbaut worden seien. Sie wirken schallschluckend.

Neue Klimaanlage steuert Temperatur im Forum effektiver

Eine „neue Karte“ zum Forum wird sprichwörtlich sicherlich erst im nächsten Jahr zum Tragen kommen: es geht um die Raumtemperatur. Vorbei seien nämlich die Zeiten, in denen bei Entlassungsfeier die Temperaturen nach oben schnellen, weil die Außentemperaturen schon im hohen Bereich sind. Es gab zwar schon immer eine Klimaanlage, nur ging sie nicht. Künftig werde die Raumtemperatur im Forum angenehm sein, verspricht der Bürgermeister, dafür sorgt die Klimatechnik.

Ein Rundgang durch die Schule sei vorerst nicht möglich, hieß es. Wer sich in der Schule einmal umschauen möchte, was die Gemeinde finanziert, muss sich bis zum nächsten Jahr gedulden. Dann könnte die Gästeführung möglicherweise eine Baustellenbesichtigung ins Programm aufnehmen. Das sei für dieses Jahr nicht möglich, so Kulturbeauftragte Hedda Stock.

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