1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Weyhe

Die Kindertagesstätte am Neddernfeld hat wieder ein komplettes Leitungstandem

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Dierck Wittenberg

Kommentare

Bilden ein gleichberechtigtes Tandem: Anne Schattschneider (l.) und Viktoria Browarny leiten die Kita am Neddernfeld als Zweierteam.
Bilden ein gleichberechtigtes Tandem: Anne Schattschneider (l.) und Viktoria Browarny leiten die Kita am Neddernfeld als Zweierteam. © Wittenberg

Anne Schattschneider und Viktoria Browarny bilden seit kurzer Zeit das neue Kitaleiter-Duo am Neddernfeld. In ihrer Zusammenarbeit übernimmt jedes Mitglied jeweils die Hälfte der Zeit Leitungsfunktionen. In der übrigen Zeit geht es in die Gruppen.

Weyhe – Seit ihrer Eröffnung 2018 hat sich die Kindertagesstätte am Neddernfeld zu einer der beliebtesten in der Gemeinde entwickelt. Und zu einer der größten. Mehr als hundert Kinder, verteilt auf sechs Gruppen, gehen dorthin. Aber wenn es nach den Anmeldungen geht, würden noch mehr Eltern ihre Kleinen gerne zur Kita schicken. Davon berichtet Inga Bleeker, die im Rathaus Teams des Kinder- und Familienservicebüros koordiniert.

Die Beliebtheit der Kindertagesstätte, die in direkter Nachbarschaft zum Freibad liegt, hat vermutlich damit zu tun, dass es sich um einen schmucken Neubau handelt – und mit der verkehrsgünstigen Lage zwischen Leeste, Lahausen und Sudweyhe.

Aber auch das pädagogische Konzept scheint auszustrahlen – und zwar nicht nur auf Weyher Eltern, sondern auch aufs pädagogische Personal. Jedenfalls hat es geholfen, Viktoria Browarny nach Weyhe zu lotsen. Die 25-Jährige bildet zusammen mit der in Weyhe aufgewachsenen Anne Schattschneider das neue, junge Leitungsduo der Kita am Neddernfeld.

Vom Gefühl her hat das von Anfang an gepasst.

Viktoria Browarny

Sie teilen sich ihre Aufgaben als gleichberechtigtes Tandem. In dieser Konstellation übernimmt jede der beiden in der Hälfte der Zeit Leitungsfunktionen, erläutert Inga Bleeker. In der übrigen Zeit gehen sie dagegen in die Gruppen, können also weiterhin pädagogisch mit den Kindern arbeiten.

In Hassel im Landkreis Nienburg hat Viktoria Browarny ihre Ausbildung zur Erzieherin absolviert, dort war sie auch bis zu ihrem Wechsel nach Weyhe tätig, zuletzt als kommissarische Leiterin. Über die Anleitung von Praktikantinnen und Praktikanten war sie auf den Geschmack gekommen, Leitungsaufgaben zu übernehmen. Also hat Browarny die Zusatzqualifikation „Praxismentor“ erworben und sich berufsbegleitend zur Fachwirtin für Erziehungswesen weiterbilden lassen.

Browarny erzählt, dass sie auf die Kita am Neddernfeld klassisch über eine Stellenausschreibung gestoßen war. Angesprochen habe sie das teiloffene Konzept. Dahinter verbirgt sich, beispielsweise, dass die Kinder selbst entscheiden können, wo sie ihre Mahlzeiten einnehmen. Oder dass sie zum Spielen nicht auf ihre eigene Gruppe festgelegt sind.

Unterschiedliche Wege zur Kita-Leitung

Während Browarny den Weg über eine Ausbildung zur Erzieherin gegangen ist, hat ihre Tandempartnerin Kindheitspädagogik und Bildungswissenschaften in Heidelberg studiert. Trotz des Studiums in Süddeutschland darf man Anne Schattschneider unwidersprochen als Weyher Eigengewächs bezeichnen: Hier ist sie zur Schule gegangen, hier hat sie im Bundesfreiwilligendienst erste Kita-Erfahrungen gesammelt. 2019 dann die Rückkehr, als Gruppenkraft in der Kita Schatzinsel in Dreye. Seit Juli vergangenen Jahres ist sie am Neddernfeld.

Als Leitungstandem arbeiten Anne Schattschneider und Viktoria Browarny seit gut anderthalb Monaten zusammen. Und sie scheinen dabei gut zu harmonieren: „Vom Gefühl her hat das von Anfang an gepasst“, sagt Viktoria Browarny. Im Tandem verzichten sie auf eine feste Aufgabenteilung und wollen in allen Angelegenheiten gleich gut informiert sein. „Transparenz untereinander“, sei wichtig, erläutert Schattschneider. „Wir schauen morgens, was anliegt“, ergänzt Browarny.

Kita als Ausbildungsstätte

Bei der Frage nach möglichen Veränderungen verweisen beide auf die Kita als Ausbildungsstätte. Die Erzieher- und Sozialassistenten-Ausbildung ist eine schulische, aber mit Praktika in Kitas verbunden. Hier arbeite man an einem Ausbildungskonzept, um möglichst viel praktische Qualifikation in die Ausbildung zu bringen, so Browarny. Schattschneider fügt hinzu, dass damit eine Hoffnung verbunden ist: Wenn viel in die Ausbildung investiert wurde, möchten die Praktikanten nach der Ausbildung zurückkommen. Es gehe um Werbung als Arbeitgeber und darum, gute Fachkräfte auf den Markt zu bringen.

Am Neddernfeld sind, so Inga Bleeker, „in dieser Minute alle Stellen besetzt“. Will sagen: Das kann sich im Kita-Bereich schnell wieder ändern. Aber für die Leitung hat ein Tandem zusammengefunden, das eine dauerhafte Lösung verspricht.

Auch interessant

Kommentare