200 Spielliebhaber treffen sich beim ersten Weyher „Stand-Land-Spielt“

Diamantenraub und Ritterschlachten in der KGS

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Kilian Ciesla (l.) beobachtet scharf seinen Gegner Michael Rasch beim Diamantenraub. Am Ende setzt sich der Zwölfjährige durch.

Leeste - Von Maren Jensen. Der Spieletreff „Weyher Würfel“ um seinen Vorsitzenden Peter Gesell hat am Samstag das erste Mal den bundesweiten Spieletag „Stadt-Land-Spielt“ in der KGS Leeste auf die Beine gestellt. Rund 200 Gäste probierten sich an Karten, Brett- und Geschicklichkeitsspielen.

Konzentriert sitzt der zwölfjährige Kilian Ciesla aus Leeste vor einem Brett. Mit seiner ganzen Familie ist der Spielliebhaber gekommen. Auch zu Hause spielt der Schüler der KGS Leeste leidenschaftlich.

Er trifft auf seinen Gegner Michael Rasch. Als Diamanthändler müssen die beiden in 30 bis 45 Minuten versuchen, Minen und Transportmittel von ihren Reichtümern zu kaufen.

Für Kilian ist es der erste Versuch, Michael Rasch ist bereits ein geübter Spieler. „Der Tag hier gefällt mir echt gut, es macht richtig Spaß“, sagt Kilian. Auch Michael Rasch ist von der Atmosphäre begeistert. „Hier sind viele nette Leute, die die gleiche Spiellust teilen“, sagt er. Am Ende muss der Leester dann doch trotz viel Erfahrung Kilian den Titel lassen.

Die bundesweite Aktion ging in diesem Jahr zum fünften Mal über die Bühne. „Im letzten Jahr war uns das aber noch zu früh“, sagte Gesell. Der Verein gründete sich erst vor knapp zwei Jahren. Der Spieleclub Stechmücke sowie der Förderverein der KGS Leeste halfen bei den Vorbereitungen. Sven Thiel, Gründer der Stechmücken packte tatkräftig mit an. „Die KGS Leeste ist wirklich ein perfekter Veranstaltungsort dafür“, sagte er.

Ritterschlachten in der KGS

Seit 25 Jahren organisiert der Bremer Spieleaktionen. Darunter auch die Bremer Spieletage, die mehr als 3 500 Besucher in ihren Bann ziehen. Gesell gibt sich erst einmal mit 200 Besuchern zufrieden. „Darauf können wir schon sehr stolz sein.“ Am Ende des Tages kürte er zwei glückliche Sieger der Tages-Rallye sowie eines Schätzungswettbewerbs.

In einem der Räume geht plötzlich das Licht aus. 15 Spieler verwandeln sich spielerisch in Werwölfe, Hexen und Dorfbewohner, die Zeugenaussagen machen müssen. „Das kam besonders gut an“, so Gesell.

Sogar Ritterschlachten waren in der KGS Leeste zu sehen. Dennis Soboll aus Leeste deckt eine Karte auf. Darunter ist eine goldene Rüstung zu sehen. Die beste, weiß der Leester. Sein Gegner muss sich mit einer mit Herzchen bedruckten Unterhose begnügen – zur Freude der Zuschauer. Michael Loth, vom Verlag Mogel, entwickelte das nach seiner Familie benannte „Lanzeloth“. Eigentlich soll das Kartenspiel erst in zwei Wochen in den Geschäften zu kaufen sein. In der KGS feierte es Premiere. „Und es kam gut an, die Menschen hier machen wirklich gute Stimmung“, sagte Loth.

Um kleinere Spieleverlage zu unterstützen, lud Organisator Peter Gesell drei Vertreter aus der Region ein. Darunter auch das Familienunternehmen Mogel aus Papenburg.

In einer Parallelveranstaltung spielten Akteure der Kreismusikschule und das Rock-Pop-Orchester der KGS Leeste ein buntes Musikprogramm. Und in der Grundschule ging abermals eine Lan-Party über die Bühne.

Bei „Stadt-Land-Spielt“ standen vor allem schnelle Kartenspiele im Vordergrund. Längere Strategiespiele können jedoch auch in der KGS gespielt werden: Der Weyher Würfel trifft sich jeden Mittwoch um 18.30 Uhr im kleinen Forum. Interessierte sind jederzeit willkommen, eines der rund 80 Spiele auszuprobieren.

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