Diamantenes Paar Hansemann hat sich beim Tanzen in den Badener Bergen kennen gelernt

Die „Investition“ eines Groschens macht sich bezahlt – in 60 Jahren Ehe

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Irmgard und Heiner Hansemann.

Kirchweyhe - Obwohl immer reichlich Arbeit auf der Tagesordnung stand, ging es im Hause Hansemann recht fröhlich zu. Diese angenehme Stimmung hat sich das Paar, das am heutigen Donnerstag diamantene Hochzeit feiert, bewahrt. Flott und frisch erzählen die Senioren im Kreis ihrer beiden Töchter von ihrem langen Eheleben.

Beide wurde in Bremen geboren. Irmgard Hansemann, geborene Meinken, wuchs mit einer Schwester bei der Großmutter in Achim auf. Heiner Hansemann ist ein echter Bremer, er hat eine Schwester und einen Bruder.

Kennen gelernt hat sich das Paar beim Tanz in den Mai im Gasthaus Pape in den Badener Bergen. Heiner verdiente sich als Aushilfskellner ein paar Mark hinzu. Seine heutige Frau kam zum Tanzen. In einer Arbeitspause zahlte er einen Groschen und durfte eine Dame auffordern. „Das war damals so üblich, dass einer auf die Tanzfläche kam und kassierte, daher stammt auch der Ausdruck ,Groschentanz‘“, erzählt der Jubilar. Für ihn hat sich die „Investition“ gelohnt: Er die Frau fürs Leben gefunden, denn nach dem Abend blieben die jungen Leute zusammen, verlobten sich und heirateten.

Ihren Unterhalt verdiente Irmgard in der Schuhfabrik in Achim. Heiner arbeitete in der Werkzeugmacherei im Bundesbahnausbesserungswerk Hemelingen. Dort schaffte er 40 Jahre bis zum Eintritt in die Rente.

Die erste Wohnung hatte das Paar in Achim. Als die erste Tochter zur Welt kam, bezogen die drei eine Wohnung in der Nähe des Ausbesserungswerks in Hemelingen. Eine weitere Tochter und zwei Söhne wurden geboren. Trotzdem arbeitete die Mutter, wann immer möglich, noch mit. „Wir hatten fleißige Eltern, sie haben versucht, das beste für uns zu bekommen“, sagt Tochter Sabine. Bis zum Alter von 75 Jahren hat Heiner Hansemann noch als Hausmeister gearbeitet.

Vor 16 Jahren ist das Paar nach Kirchweyhe gezogen. Gemeinsam mit Sohn und Schwiegertochter bewohnen sie die Oberwohnung in einem großen Haus mit schönem Garten. Für Irmgard Hansemann gerade richtig, denn ihre Liebe gehört Tieren. Schon immer lebt ein Hund in der Familie. Sie hat drei Hühner, Wachteln, Zwergpapageien – alle selbst gezüchtet. Die Rentnerin war lange Mitglied im Vogelverein Bremen. Bis vor ein paar Jahren besaß Irmgard auch eine Dauerkarte bei Werder Bremen. Noch immer versäumt sie kein Spiel der Grünweißen, jetzt allerdings vor dem Fernseher.

Der Ehemann besitzt ein großes Organisationstalent. Bei der Freiwilligen Bundesbahn-Feuerwehr zu der er 40 Jahre gehörte, organisierte er Bälle und mit der Nachbarschaft Straßenfeste.

Die beiden Hansemanns sind gerne gereist. Amerika, die spanischen Inseln, Tunesien und die Türkei waren Ziele. Im Alter fahren sie regelmäßig mit ihrem Hund nach Sylt.

Ein großer Zusammenhalt besteht mit der Familie. Die Kinder sind immer für die Jubilare da. „Wir hatten das so gut, und jetzt geben wir alles zurück, unsere Eltern sollen es ebenfalls gut haben“, sagt Tochter Sabine.

ro

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