Standesamt Weyhe hat neue Außenstelle

Der Bahnhof der Liebe steht in Sudweyhe

Bietet Trauungen in plattdeutscher Sprache an: Der Standesbeamte Detlef Plate.
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Bietet Trauungen in plattdeutscher Sprache an: Der Standesbeamte Detlef Plate.

Weyhe – Der Bahnhof der Liebe befindet sich in Sudweyhe und könnte wegen dieser Besonderheit Eisenbahnfans aus ganz Deutschland anlocken: Dieses Gebäude an der Kleinbahnstrecke Bremen- Thedinghausen ist jetzt eine offizielle Außenstelle des Weyher Standesamtes. Dort kann geheiratet werden. Eine Anfrage für das nächste Jahr gibt es schon. Das haben Bürgermeister Frank Seidel, der Standesbeamte und Vize-Fachbereichsleiter Detlef Plate und Christine Burda vom Trägerverein Sudweyher Bahnhof verkündet.

Nach Rathaus, Martha-Schubert-Haus und Weyher Theater in Kirchweyhe sowie der Wassermühle Sudweyhe (Open-Air im Sommer und im Advent Candle-Light-Trauungen) ist der Sudweyher Bahnhof nun der fünfte Ort, an dem sich Paare das Ja-Wort geben können.

Zur Besonderheit dieses neuen Ortes zählt das Ambiente: Draußen Eisenbahn-Romantik – drinnen der Charme liebevoll hergerichteter Räumlichkeiten, die an die Personen- und Güterbeförderung aus vergangenen Zeiten in Weyhe erinnern.

Wenn die Stühle wie im Kino ausgerichtet werden, können maximal 60 Gäste eine Trauung verfolgen. Der Trautisch wird so positioniert, dass die Gäste das Geschehen von allen Seiten gut verfolgen können, kündigt Plate an. Bleibt es bei der regulären Café-Bestuhlung so könnten immerhin 37 Gäste Platz nehmen, ergänzt Christine Burda. So viele Menschen dürfen während der Corona-Krise allerdings nicht in den Raum hinein.

Uriges Standesamt mit Bahnsteig: Hochzeitsgesellschaften können sogar mit einem gecharterten Pingelheini- Sonderzug anreisen.

Bei den Terminwünschen zeigt sich die Gemeinde flexibel: Eheschließungen seien nach Absprache sogar am Wochenende möglich, so Plate. Was den neuen Ort sonst noch ausmacht? Der Kulturverein arbeitet zum Beispiel mit der Museumsbahn Pingelheini zusammen: Gäste hätten die Möglichkeit, den Pingelheini-Zug zu chartern, um damit anzureisen. Der Bahnsteig liegt ja vor dem Gebäude. Das Brautpaar könnte sich zudem in dem einzigen Gästezimmer einmieten und hätte somit einen sehr kurzen Weg zum Trauzimmer, so Burda.

Sie und die anderen Mitglieder des Vereins seien aber keine Hochzeitsplaner, sagt sie. Dennoch würden sie auf Wunsch ein Catering organisieren. Ein Sektempfang im Anschluss sei also sowohl im Bahnhof als auch im Zug möglich. Die Bahn könnte die Hochzeitsgesellschaft auch zu einen Ort in der Wesergemeinde bringen, an dem Feiern möglich ist. Gemeint ist der Gastronomiebetrieb Wessels II, der sich in der Nähe des Bahnhofs in Leeste befindet. Das Gebäude diente einmal als Bahnhofshotel, also auch ein eisenbahngeschichtlicher Ort.

Arbeiten am Gästezimmer werden laut Christine Burda bald abgeschlossen.

An Gäste, die in Sudweyhe Spalier stehen wollen, habe der Vorstand des Trägervereins auch gedacht: Es gibt einen gepflasterten Weg. Dort sei es problemlos möglich, mit Blumen zu werfen – Nahrungsmittel seien ausgeschlossen, so Burda.

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