Kicker eines Zweite Herren-Teams versehen im Auftrag von zwei Vereinen ZSA-Eingang mit klarer Botschaft

Dem Rassismus im Sport die Rote Karte zeigen

Treten für Toleranz ein: Siard Schulz, Frank Seidel, Ernst Koch und Joachim Gorklo (v.l.n.r.).
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Treten für Toleranz ein: Siard Schulz, Frank Seidel, Ernst Koch und Joachim Gorklo (v.l.n.r.).

Weyhe – Rassistische Sprüche oder Anfeindungen haben im Sport nichts zu suchen, schon gar nicht auf einem Fußballplatz, sagen Sportfunktionäre. Um für mehr Respekt im Umgang mit Spielern sowie Aktiven zu werben und dem Rassismus die Rote Karte zu zeigen, haben der Sportclub Weyhe und der TSV Weyhe-Lahausen jetzt ein sichtbares Zeichen gesetzt.

Kicker des zweiten Herren-Teams des SC Weyhe gestalteten die Front des ehemaligen Kassenhäuschens um, das direkt am Eingang der Zentralen Sportanlage liegt. Sie versahen es mit einer Botschaft, die nicht zu übersehen ist: Beide Vereine machen optisch deutlich, dass sie „gegen Rassismus“ sind, und das haben die Spieler in großen Buchstaben zum Ausdruck gebracht.

Joachim Gorklo, Vize-Vorsitzender des TSV Weyhe-Lahausen, äußert sich ebenso begeistert wie Michael Koch, Vize-Vorsitzender des SC Weyhe. Und auch der Trainer des Teams, das zu Farbe und Pinsel griff, ist kein Geringerer als Bürgermeister Frank Seidel. Auch er lobt die Aktion. Für ihn sei Toleranz keine leere Worthülse. Es sei wie im normalen Leben: Rassismus gebe es im Alltag, aber auch auf dem Platz.

Der ehemalige Nationalspieler und DFB-Botschafter Jimmy Hartwig äußert sich in einem DFB-Interview, dass Rassismus in seiner Profizeit Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre weit verbreitet gewesen sei. Er kämpfe bis heute dagegen an. Der DFB-Vize-Präsident Günter Distelrath fordert, dass Rassismus und Diskriminierung im Fußball gar keinen Platz haben dürfen. Rassismus und Hetze müssten in Spielberichten erfasst und von der Sportgerichtsbarkeit sanktioniert werden.

Gegenseitiger Respekt, Fair Play und Solidarität – unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe oder anderen Merkmalen – seien die Werte des Fußballs und des Sports, finden Bürgermeister Frank Seidel sowie Jugendtrainer Siard Schulz. Deshalb gelte es, nicht wegzusehen, betont Frank Seidel. Man müsse die Stimme erheben. Für das Gesamtumfeld Fußball sei es die Botschaft am Eingang der ZSA, so Ernst Koch. Das Statement gelte auch für alle anderen Sparten.

Ob die Vereinsvertreter glauben, dass das neue Zeichen von Aufklebern oder Schmierereien verschont bleibe? Ernst Koch zeigt, wie wichtig ihm das gemeinsame Anliegen ist und macht eine Kampfansage: Wenn dort ein Aufkleber angebracht wird, wird der Spachtel angesetzt. Das Werk sei nicht mit einer speziellen Farbe gegen Graffiti geschützt. Doch der Vertreter des SC Weyhe glaubt, dass sich kein Sprayer an diesem Gemeinschaftswerk von Spielern im Alter zwischen 18 und 25 vergreift.

Von Sigi Schritt

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