Abschluss von „Weyhe total“ begeistert die Besucher

„Philharmonic Rock“ ist zum Dahinschmelzen

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Sänger Jens Wördemann hat sie alle drauf – die klassisch-rockig orchestrierten Klassiker der Rockgeschichte. 

Weyhe - Von Angelika Kratz. Mit „Rock meets Classic – Klassische Philharmonie Nordwest trifft auf die Band der Weyher Theaterbühne“ war am Sonntagabend eine Premiere zum 20-jährigen Bestehen des Marktplatzes überschrieben.

Als die Scheinwerfer zum großen Finale von „Weyhe total“ angingen, standen 33 Vollblutmusiker aus unterschiedlichen Musikwelten mit ganz viel Herzblut gemeinsam auf der Bühne und spielten „Philharmonic Rock“.

Kein Stuhl im Zuschauerzelt blieb unbesetzt, und auch bei den preiswerten Stehplätzen war die Nachfrage groß. Mit „Smoke on the water“ von der Band „Deep Purple“ aus dem Jahr 1972 startete das gut zweistündige Programm mit seinem Streifzug durch die Rockgeschichte. Bereits da war dem altersmäßig sehr bunt gemischten Publikum klar: „Das hat Potenzial für einen gelungenen Abend.“

Mit wetterfester Kleidung, einem Bierchen oder einem Glas Wein in der Hand suchten die Besucher nach dem notwendigen Handy in den Taschen. Denn da sich niemand als Raucher mit einem Feuerzeug outen wollte, galt es, das Smartphone als Lichtquelle der Begeisterung oder zum Festhalten des Lieblingssongs per Video hervorzukramen.

Dem Anlass entsprechend hatte Ulrich Semrau, Leiter der Klassischen Philharmonie Nordwest, statt Frack die glitzernde Jacke eines Zirkusdirektors zum T-Shirt mit Gitarre gewählt. Es stand ihm gut, und das Lächeln im Gesicht zeugte von der Freude am gemeinsamen neuen Projekt.

So mancher Erinnerungsseufzer

„Sweet home Alabama“ war ein weiterer Ohrwurm aus dem Jahr 1974, den so einige im Publikum mitsangen. Füße und Hände kamen in Bewegung, und so manchen Erinnerungsseufzer gab es zu „A whiter shade of pale“ der Band Procol Harum aus dem Jahr 1969. Frontmann und Sänger Jens Wördemann zeigte beeindruckende stimmliche Kompetenz und hatte zwischen den einzelnen Programmpunkten noch genügend „Puste“ zur nicht minder gekonnten Moderation. Seine Band bestand aus Patrick Kuhlmann (Gitarre), Kevin Kuhlmann (Schlagzeug), Michael Haupt (Bass), Eike Dittmers (Gitarre) sowie Joachim Refardt am Klavier, dem auch alle großartigen Arrangements des Abends zu verdanken waren.

Das Publikum ist von den Darbietungen hingerissen. - Foto: Ehlers

Mit einem Beatles-Medley startete der zweite Teil des Programms, wobei die Klassische Philharmonie bei „Yesterday“ einfach wunderbar und zum Dahinschmelzen zu hören war. So manch einer hätte sich diesen romantischen Titel als Endlosschleife gewünscht. Mit „Highway to hell“ ging es auf einer anderen Straße weiter, und auch hier zeigten Musiker und Sänger ihre fantastische Bandbreite. „Stairway to heaven“, „Hey Jude“ und „Great balls of fire“ erforderten unweigerlich Zugaben, die auch gerne mit „Rockin all over the world“ und „Music“ gewährt wurden.

Aufgegangen ist dank hervorragender Musiker und eines tollen Sängers das Projekt „Philharmonic Rock“. Es bewies, wie wunderbar verschiedene Musikgenres miteinander harmonieren können.

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