Dachflächen teilweise abgedeckt / Weder Polizei noch Feuerwehr alarmiert

Windhose sorgt für Angst und Schrecken in Ahausen

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Das Dach ist notdürftig abgedeckt.

Weyhe-Ahausen - Eine Windhose hat am Sonnabendmittag im Weyher Ortsteil Ahausen für Angst und Schrecken gesorgt – und abgedeckte Dachflächen sowie zerstörte Dachziegel hinterlassen. Alles ging so schnell, dass weder Polizei noch Feuerwehr alarmiert wurden. Deshalb gibt es zur Schadenshöhe keine offiziellen Angaben.

Augenzeugen hatten gegen 12.30 Uhr ein nadelförmiges Gebilde am Himmel beobachtet, das sich zwischen den Regenwolken gebildet hatte. Dieses Gebilde habe sich „in Richtung Erdboden geschraubt“, war später auf Facebook nachzulesen.

Angelique Zeise mit den Dachziegeln, die nach dem Durchzug der Windhose zerbrochen am Boden liegen.

Offenbar beschädigte es Dachflächen auf einem Pferdehof im Weyher Ortsteil Ahausen. „Wir waren auf dem Reitplatz und haben gemerkt, es wird etwas windig … dann sind wir in den Stall, von Null auf Hundert kamen Sachen um uns rumgeflogen“, zitiert die Nachrichtenagentur Nonstopnews die Hofbesitzerin Angelique Zeise. Dachpfannen seien durch die Gegend geflogen. Schnell habe man die Pferde in Sicherheit gebracht: „Nach zehn Minuten war alles vorbei.“ Die Hofbewohner hätten gezittert: „Wir dachten, das Dach fällt uns auf den Kopf.“ Der kurzzeitig durchziehende Windwirbel hatte Teile des Ziegeldachs beschädigt und die Decke des Stalls darunter in Mitleidenschaft gezogen.

Schäden richtete das Unwetter demnach auf zwei Bauernhöfen in Ahausen an. „Alle Bewohner packten mit an und versuchten, die Sturmschäden mit Hilfe von eilig herbeigeeilten Handwerkern schnell wieder notdürftig zu beseitigen“, meldet Nonstopnews.

Bei der Polizei habe sich aber niemand gemeldet, berichtete ein Beamter auf Nachfrage dieser Zeitung. Auch die Weyher Feuerwehr war nicht alarmiert worden. „Offenbar ist es nicht so schlimm gewesen“, vermutet Axel Meyer als Gemeindefeuerwehr-Pressesprecher.

Im sozialen Netzwerk „Facebook“ sorgte die Tornado-Nachricht für Aufsehen – umso mehr, als es in anderen, nur wenige Kilometer entfernten Weyher Ortsteilen weder Sturmböen noch andere extreme Wettererscheinungen gegeben hatte. Bürger aus Kirchweyhe und Erichshof meldeten „Regen und Donner“, in Jeebel hatte es noch nicht einmal geregnet.

sdl/dpa

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