Fairnet-Netzwerk trotzt Corona

„Du brauchst viel Mut, um Unternehmerin zu sein“

Laden zur nächsten Messe ein: Fairnet-Koordinatorin Christiane Blenski (rechts) und Fairnetterin Aileen Flocke.
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Laden zur nächsten Messe ein: Fairnet-Koordinatorin Christiane Blenski (rechts) und Fairnetterin Aileen Flocke.

Das Unternehmerinnen-Netzwerk Fairnet Weyhe plus lässt sich von der Corona-Pandemie nicht aufhalten und versprüht mit viel Energie Tatendrang. Wie die Koordinatorin Christiane Blenski berichtet, bereitet sich die Gemeinschaft aus 50 Unternehmerinnen bereits auf den bevorstehenden runden Geburtstag vor.

Weyhe – Das Netzwerk wurde 2003 gegründet und besteht 2003 seit zwei Jahrzehnten, sagt Christiane Blenski. Zu diesem runden Geburtstag wollen die Fairnetterinnen, so nennen sich die Unternehmerinnen, eine Messe veranstalten, um das Leistungsspektrum der einzelnen Mitglieder zu präsentieren. Sie nehmen die Messe aus dem Jahr 2020 zum Vorbild. Die Unternehmerinnen haben sich für diese Veranstaltung wieder für den Namen FairNetCity entschieden. Es ist die dritte Messe dieser Art. Wer sie besuchen möchte, sollte sich im Kalender des kommenden Jahres den Sonntag, 26. Februar, markieren, rät die Koordinatorin.

Christiane Blenski schwärmt vom Elan der Mitglieder, die bereits zahlreiche Ideen geäußert hätten, wie sie dort ihre Betriebe vorstellen möchten – entweder an Ständen oder durch Vorträge oder Präsentationen.

Premiere: Online-Veranstaltung mit vielen Expertinnen-Vorträgen im kommenden Februar

Die ursprüngliche Idee, alle zwei Jahre die FairNetCity-Messe zu veranstalten, konnte allerdings für 2022 nicht umgesetzt werden. Der Ansteckungsgefahr der Omikron-Variante des Corona-Virus wollten sie aus dem Weg gehen. Die Mitglieder des Netzwerkes seien verantwortungsbewusst, so Blenski. Der direkte Austausch für die Mitglieder sei besonders wichtig. „Durchsichtige Scheiben aus Plastik sind hinderlich.“ Deshalb wird die eigentlich für den nächsten Monat geplante Präsenz-Messe vorsorglich ausfallen. Allerdings gebe es für den letzten Sonntag im Februar eine virtuelle Ersatzveranstaltung, kündigt Christiane Blenski an. Es steht mit einer Art Vortragsmarathon eine Premiere an. Expertinnen aus verschiedenen Bereichen sprechen über ihre Fachgebiete. Es gehe beispielsweise um Kochen, Gartenbau, Gesundheit, Werbung und Floristik. „Wir wollen eine lebendige Onlineveranstaltung. Die Teilnehmer können in einen Stream reinblicken wie es ihnen gefällt und für welches Thema sie sich interessieren“, so Blenski weiter. Sie glaubt, dass auch diese Veranstaltung „sehr viel Spaß machen wird“ und einen Vorgeschmack auf die Präsenz-Messe im kommenden Jahr bieten werde. Es soll nicht falsch verstanden werden: „Es ist keine Verlegenheitslösung.“ Die „Fairnetterinnen“ hätten sich für ein Format entschieden, was sie mithilfe eines eigenen Rezeptes kreiert haben. „Wir wünschen uns eine gute Zuhörerschaft“, sagt die Koordinatorin. Obgleich Corona die Menschen vor neue Herausforderungen stellt, wollen die Netzwerkerinnen nicht aufgeben. „Die Sichtbarkeit der einzelnen Mitglieder ist wichtig“, erklärt sie. Sich „nur“ zu treffen, um sich auszutauschen, reiche nicht aus.

Besuch bei der Bundestagsabgeordneten Peggy Schierenbeck geplant

Das Jahresprogramm würden kleinere Messen bei Netzwerk-Teilnehmerinnen ergänzen. Außerdem stehen Reisen auf dem Programm. In den vergangenen Jahren steuerten Teilnehmerinnen des Netzwerks Ziele auf Spiekeroog oder in Hamburg und Münster an. Demnächst stehe die Hauptstadt im Fokus. „Wir freuen uns, dass eine Fairnetterin im Bundestag sitzt“, sagt Christiane Blenski. Wen sie meint? Peggy Schierenbeck (SPD) aus Leeste, Coach für Führung und Kommunikation. Das sei eine Frau mit Unternehmerspirit, sagt Blenski. „Sie weiß, was Unternehmerinnen machen, wenn sie Business und Familie unter einen Hut bringen.“ Dieses Wissen werde sie in die Debatten einbringen, ist sich Christiane Blenski sicher.

Fast alle Mitglieder seien wie Peggy Schierenbeck in Familien eingebunden. Es sei die Wertschätzung, die sich die Fairnet-Mitglieder untereinander geben. Regelmäßig würden sich die Netzwerkerinnen treffen: In der Corona-Zeit waren die Treffen meist mittels Zoom.

Was dort passiert? „Die Teilnehmerinnen tauschen sich aus und berichten von ihren Unternehmen. Jeder weiß, was die Doppelbelastung bedeutet.“ Und wenn man dann noch von einer erfolgreich absolvierten Zusatzausbildung berichtet, dann wisse jeder, wovon man spricht. Alte Hasen geben Jung-Unternehmerinnen auch mal den einen oder anderen Tipp.

„Unser Austausch ist offen und ehrlich“

„Du brauchst viel Mut, um Unternehmerin zu sein“, lautet die Erkenntnis von Christiane Blenski. Zuspruch für das Unternehmertum komme kaum aus dem Freundeskreis. „Unser Austausch ist offen und ehrlich. Wir sprechen auf einem hohen Wertschätzungsniveau miteinander.“ Das mache stets gute Laune. Blenski ziehe aus solchen Treffen selbst viel Energie für die eigene Arbeit.

Von Sigi Schritt

Für das Unternehmerinnen-Netzwerk Fairnet Weyhe plus sind Messen wichtig: Sie waren stets Besuchermagnete wie das Bild aus dem Jahr 2006 zeigt.

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