Christdemokraten wollen Holperstrecken in der Wesergemeinde entschärfen

CDU: 250000 Euro für die Sanierung der Radwege

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Dietrich Struthoff, Ingrid Söfty und Andreas Wohltmann (v.l.n.r.) vom CDU-Vorstand zeigen an der Hauptstraße eine Stelle, an der eine Wurzel das Pflaster hochgedrückt hatte.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die CDU kritisiert den Zustand zahlreicher Radwege in der Wesergemeinde und möchte, dass die Verwaltung dazu ein Sanierungskonzept erstellt. Für dieses Projekt wollen die Christdemokraten mit einem Antrag für den Haushalt des kommenden Jahres eine Summe in Höhe von 250000 Euro locker machen.„Über viele Jahre ist an den Radwegen kaum etwas gemacht worden“, sagen die stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Söfty und CDU-Fraktionschef Dietrich Struthoff.

Er ist mit seinem Rad an jedem Tag rund zehn Kilometer unterwegs und könne so für die anderen Pedalritter gut einschätzen, wo der sprichwörtliche Schuh drückt. An vielen Stellen ist laut dem CDU-Chef die Pflasterung oder der Asphalt „sehr stark hochgedrückt“. Die Ursache: Wurzeln der Bäume, die sich zwischen den Straßen und dem Radweg befinden, verursachen die Stolperfallen. „Das ist für Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen gefährlich“, so Struthoff. Das sei sogar ein „absolutes Ärgernis“, und man muss aufpassen, „keinen Bandscheibenvorfall“ zu bekommen, wettert der Christdemokrat.

Mit ihrem Antrag bittet die CDU, eine Prioritätenliste aufzustellen und dabei die Wege „Hauptstraße“, „Kleine Heide“ und „Im Bruch“ einzubeziehen. Wenn das Geld nicht ausreicht, müsse der Betrag erhöht werden, sagen die Ratsmitglieder. „In den vergangenen Jahren sind zwar einige Straßen saniert worden, aber nicht die Radwege, wenn man von dem jüngsten Neubau der Leester Straße absieht, der den Rad- und Fußwegeneubau mit eingeschlossen hat“, ergänzt Söfty. Sie sieht bei der Gemeinde dringenden Handlungsbedarf. Es gehe ja nicht nur um Radfahrer, sondern auch um Nutzer von Rollatoren und Kinderwagen. Außerdem seien teilweise Schulwege betroffen.

Die Christdemokraten möchten allerdings sämtliche Bäume erhalten. „Also müssen Experten beteiligt werden“, mahnen sie. Die vor 25 Jahren getroffene Entscheidung, Linden entlang der Straßen zu pflanzen, bezeichneten Söfty und Struthoff grundsätzlich als richtig. Vielleicht hätte der zuständige Fachbereich damals lieber auf Tief- als auf Flachwurzler setzen sollen. „Doch diese Weitsicht hatten wir nicht“, sagt Ingrid Söfty selbstkritisch. Sie stellt klar, dass es ihr gewiss nicht darum gehe, Bäume zu fällen, die Wurzeln aus dem Boden zu holen und die Pflasterung zu erneuern. „Die Straßen sehen nämlich jetzt vernünftig aus, so wie sie sind.“ Die Pflasterung sollte durchgängig wiederhergestellt werden, mahnt Struthoff.

Eine gefährliche Stelle an der Hauptstraße gegenüber der Friedhofseinfahrt habe der Bauhof längst entschärft, indem die Mitarbeiter die Steine hochgenommen und das Loch mit einem Stein-Sand-Gemisch verfüllt hatten. Jene Stelle würde jedoch bei Regen zu einem Matschloch.

Schlimm werde es, wenn Radler die Holperstrecken in der Nacht befahren. Denn im Schein einer spärlichen Beleuchtung könnten Radfahrer die Hindernisse kaum ausmachen, sagt Struthoff.

Einer, der öfter auch durch Weyhe fährt, ist der Stuhrer Rechtsanwalt Wolfgang Hoppert, der gestern wieder mit seinem Elektrorad unterwegs war. Er glaubt, dass die von Struthoff und Söfty angesprochenen Stolperstellen für die E-Bike-Fahrer noch bedeutsamer seien als für die normalen Radler, weil man erheblich schneller unterwegs ist. Die Gemeinde sei nur bei besonders gefährlichen Stellen in der Haftungspflicht. Die sehe er in der Wesergemeinde derzeit zwar nicht, dennoch begrüßt er den CDU-Vorschlag.

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