Christdemokraten kritisieren die lange Planungsdauer

Rat beschließt kompakte Sanierung der KGS Leeste

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Schüler und Lehrer haben eine kompakte Sanierung gefordert – die Politik liefert den Grundsatzbeschluss. Jetzt muss der Bürgermeister die nächsten Schritte vorbereiten. Archivfoto: Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Mit einem leidenschaftlich vorgetragenen Appell, möglichst einstimmig eine kompakte Sanierung der KGS Leeste zu beschließen, hat sich Bürgermeister Andreas Bovenschulte am Dienstagabend an den Rat gewendet. Er wünschte sich ein einstimmiges Votum, weil das Gremium eine „echte bildungspolitische“ Weiche stellen könne.

Es sei ein herausfordernder Prozess, das gesteckte Ziel gemeinsam mit der Schule – Eltern, Schulleitung und Schülern – zu erreichen, so Bovenschulte. Das erhoffte, einstimmige Ergebnis blieb aus – Vizebürgermeisterin Ingrid Söfty (CDU) enthielt sich, ihre Parteikollegen befürworteten aber das Großprojekt. Zuvor hatte der Fraktionschef Dietrich Struthoff erläutert, dass die CDU den Vorschlag zwar grundsätzlich – wie SPD, FDP und Grüne – begrüße, doch den Zeitrahmen sehr kritisch sehe. Eine zweijährige Planung bis 2017 und eine mehrere Jahre andauernde Bauzeit seien zu lang, merkte Struthoff an.

„Ein Jahr muss reichen, um die Sanierung auszuschreiben. Wir wollen keine neue Schule bauen, sondern Fassaden und Klassenräume sanieren.“ Dietrich Struthoff richtete seine Worte an Bürgermeister Bovenschulte und an dessen Vertreterin Ina Pundsack-Bleith: „Ich bitte die Verwaltung, die Planungsphase zu verkürzen.“

Es wäre wünschenswert, wenn es schneller ginge, so der Vizebürgermeister Frank Seidel (SPD). „Eine Vorplanung ist wichtig, damit das Ergebnis stimmt.“ Seit 2006 bis jetzt habe die Gemeinde acht Millionen Euro in die KGS-Sanierung gesteckt. „In diesem Zeitraum habe ich drei Fußball-Weltmeisterschaften erlebt.“ Wenn man nun Schüler fragt, ob sie mit der Sanierung zufrieden sind, würden sie mit „Nein“ antworten, ist sich Seidel sicher und nennt beispielsweise alte Toiletten.

Eine kompakte Sanierung sei angesichts der derzeit niedrigen Zinsen wirtschaftlich und richtig, sagte FDP-Chef Günther Borchers. In der Vergangenheit war die KGS Leeste stets eine Dauerbaustelle, es gab „kaum eine kompakte Zeit, in der nicht gebaut“ wurde.

Hannelore Roitsch-Schröder von den Grünen hofft, dass nach der Sanierung „für einige Jahre Ruhe ist“. Der kompakte Umbau biete auch die Chance, moderne pädagogische Konzepte hinsichtlich der Inklusion und der sogenannten Binnendifferenzierung umzusetzen.

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