Von der Auszeichnungen soll der kreative Nachwuchs profitieren

CDU will Kulturförderpreis einführen

Die Jugendband „We stamp“ kurz vor einem Auftritt. Die Sängerinnen und Musiker treten im Livestreaming-Format „Brot & Rosen“ der Kirchengemeinde Leeste auf.
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Die Jugendband „We stamp“ kurz vor einem Auftritt. Die Sängerinnen und Musiker treten im Livestreaming-Format „Brot & Rosen“ der Kirchengemeinde Leeste auf.

Weyhe – Die Nacht der Jugend hat es zuletzt gezeigt: Es gibt Weyher, die sich kreativ betätigen und die erste Schritte einer möglichen Karriere gehen. In der Nacht zu Sonntag präsentierte die junge Musikerin Ameel Hotaky im Leester Kulturforum eine Mischung aus selbst geschriebenen Musikstücken und gecoverten Songs. Es treten aber nicht nur Nachwuchssolokünstler wie Hotaky auf, sondern auch Bands wie die Gruppe „We stamp“, in der mehrere Jugendliche gemeinsam singen und musizieren.

An junge Kreative soll sich der Nachwuchs-Kulturförderpreis richten, den die CDU-Fraktion im Gemeinderat für Weyhe etablieren will. Einen entsprechenden Antrag haben die Christdemokraten in die politische Diskussion eingebracht. Dieser Antrag soll am Donnerstag, 18. November, im Ausschuss für Sport und Kultur beraten werden.

Es gehe aber nicht nur um Musiker, sondern um Künstler und andere Kreative, erläutert das Fraktionsmitglied auf Nachfrage. Es gebe in der Wesergemeinde weitere junge Talente. Regelmäßig würden Schüler der KGS Kirchweyhe und Abiturienten der KGS Leeste im Rathaus Bilder, Skulpturen und andere Werke ausstellen. „Ich bin jedes Mal begeistert“, so Kipker. „Ich wollte sogar einmal ein Werk käuflich erwerben.“ Die kunstschaffende Person hätte sich offenbar in letzter Minute doch dafür entschieden, das Werk selbst zu behalten, so Kipker.

Die Werke im Rathaus, die im Rahmen des Kunstunterrichts erstellt worden sind, würden den Geschmack des Publikums treffen, so Dennis-Kenji Kipker.

Wie weit der Kultur-Begriff ausgelegt werden sollte, wer und was unter diesen Begriff künftig fallen kann, werde spätestens der Rat entscheiden, so Kipker. Zunächst müsste im Ausschuss diskutiert werden, wer sich für was bewerben dürfte, erläutert Kipker.

Der Christdemokrat ist sich sicher: „Durch die öffentliche Wahrnehmung und finanzielle Unterstützung, die mit einem solchen Preis verbunden ist, werden junge Künstler darin bestärkt, ihren eigenen Lebensweg zu gehen und freie und unabhängige Kunst zu schaffen, die unser aller Leben bereichert.“

Für die Christdemokraten sei es wichtig, dass speziell junge Menschen gefördert werden. „Mädchen und Jungen sind in der Lebensfindungsphase und entdecken ihr Talent.“ Dann gibt es einige Eltern, die ihre Kinder in diesem Punkt nicht unterstützen. Diese Mütter und Väter würden ihre Spößlinge lieber davon abbringen wollen, Zeit und möglicherweise auch Geld in kreative Arbeit zu investieren. „Eltern sagen zu ihren Kindern, sie sollen etwas Vernünftiges machen.“ Ihre Kinder sollen das sein lassen, so Kipker. Der Jurist entgegnet: Dem müsse man entgegensteuern.

„Jeder bedient sich an Kunst und Kultur. Junge Menschen müssten durch eine öffentliche Wertschätzung dazu ermuntert werden, ihren Weg weiter zu gehen. Denn für die CDU sei die derzeitige Ausgangslage durch Corona geprägt mehr als schwierig. Der Lockdown in der Pandemie habe erheblichen Schaden in der Kulturbranche angerichtet. Zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen seien ausgefallen, die Kulturschaffenden hätten Einkommensverluste verzeichnet. „Vor allem für Nachwuchskünstler ist es schwierig, als Neuling auf dem Kunstmarkt Fuß zu fassen.“

Ohne Geld gehe es aber auch nicht. Deshalb fordert die CDU, der Nachwuchs-Kulturförderpreis der Gemeinde mit einer Summe von jährlich 1 000 Euro zu dotieren. Laut Kipker müssten entsprechende Mittel in den Haushalt für das Jahr 2022 eingestellt werden. Dieser Aspekt sei ebenfalls Teil des Antrags der Christdemokraten.

Die CDU schlägt vor, dass die Politik noch weitere Rahmenbedingungen entwickelt, die an die Vergabe dieses Preises anzuknüpfen sind. Doch die sollten durch einen noch zu bildenden gemeindlichen Kulturbeirat bestimmt werden.

Von Sigi Schritt

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