Ausschuss votiert dafür, Nachwuchs-Kulturförderpreis einzurichten

Jürgen Bochers: „Wichtig ist, dass wir anfangen“

Feuertaufe bestanden: Annika Bruck ist neue Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Kultur.
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Feuertaufe bestanden: Annika Bruck ist neue Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Kultur.

Weyhe – Einstimmig hat der Ausschuss für Kultur und Sport in seiner ersten Sitzung dem Rat empfohlen, einen Nachwuchs-Kulturförderpreis einzurichten. Er soll laut dem CDU-Antrag jährlich ausgelobt werden, mit 1 000 Euro dotiert sein und von einer externen Jury vergeben werden.

Dieser Entscheidung war am Donnerstagabend eine Diskussion vorausgegangen, die Annika Bruck souverän begleitete. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen fungierte erstmals als Ausschussvorsitzende.

Dennis-Kenji Kipker hatte für die CDU den Antrag formuliert. Der promovierte Jurist sagte, dass es den Christdemokraten nicht nur um Kunst und Musik geht. „Der Kulturbegriff umfasst alle möglichen Arten“, sagt Kipker. Das könnten Street-Art-Werke ebenso beinhalten wie Videoclips, nannte er zwei Beispiele. Sonja Eden (SPD) merkte an, dass eine KGS-Schülerin den Weyher Fahrradbügel entwickelt hat und das ebenso dazugehören müsse.

Malin Uhlhorn (Grüne) fragte in die Runde, ob es genügend Kandidaten gebe, um den Preis jährlich zu vergeben. Die Kulturbeauftragten Tina Fischer und Hedda Stock machten deutlich, dass diese Frage nicht ganz unberechtigt ist. „Hedda Stock und mir liegt die Jugend am Herzen“, sagte Fischer. Es sei jedoch schwer, Kontakte zu den jungen Menschen zu knüpfen. „Das geht nur über den persönlichen Kontakt.“

Sie möchte keine Excel-Tabelle, aber es gebe keinen Überblick, wie viele Talente es in Weyhe gibt, stellte Malin Uhlhorn fest.

In der Wesergemeinde schlummerten „viele unsichtbare Talente“, glaubt Dennis Kipker. Er vermutet einen „großen, ungehobenen Schatz“. Es gebe auch die Menschen, die nicht auffallen, und die nicht ins Rampenlicht strebten. Das Reden über jenen Preis, werde Nachfrage erzeugen, ist sich Anja Kappler (CDU) sicher.

Die SPD-Fraktion halte diesen Preis für eine „positive Möglichkeit“, junge Künstler zu unterstützen, sagte Lara Meyer. Die Sozialdemokratin glaubt, dass dieser Preis wie ein Startbudget wirkt und den Nachwuchs motiviere, den künstlerischen Weg weiter zu verfolgen.

Torsten Kobelt von der Gruppe PARTEI/LINKE/FWG wollte wissen, welche Altersgruppe gemeint sei. Es gehe nicht nur um die Jugend, sondern auch um junge Menschen allgemein – das schließe auch Heranwachsende und junge Erwachsene ein, so Kipker. Dass die Jury mit Experten und laut CDU-Vorschlag nicht mit Vertretern der Politik besetzt werden möge, fand bei dem Sprecher der Ratsgruppe Zustimmung.

Außerdem schaltete sich der Vize-Bürgermeister Jürgen Bochers (SPD) in die Diskussion ein: „Dieser Antrag ist gut, um einen Fuß in die Tür zu bekommen.“ Die Politik und die Verwaltung hätten „noch viel Gestaltungsraum“. Ob der Preis später jährlich oder zweijährig vergeben wird, müsse man dann sehen. „Wichtig ist, dass wir anfangen. Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt.“

Die Kulturbeauftragte Hedda Stock sagte, dass man auch über die älteren Menschen reden müsse, die erst im Seniorenalter Nachwuchskünstler werden. Eine Arbeitsgruppe sollte Kriterien bestimmen.

Der Antrag sei nicht in Stein gemeißelt, so Kipker abschließend.

Von Sigi Schritt

Trägt den CDU-Antrag vor: Dennis-Kenji Kipker.

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