Ende des Einbahnstraßen-Tests für den Weg Am Gänsekamp gefordert

CDU: Gefahr auf der Leester Kirchstraße

Treffen sich zum Ortstermin: Anwohner der Kirchstraße sowie Dietrich Struthoff und Ingrid Söfty (r., beide CDU).
+
Treffen sich zum Ortstermin: Anwohner der Kirchstraße sowie Dietrich Struthoff und Ingrid Söfty (r., beide CDU).

Die CDU-Fraktion im Weyher Rat fordert die Gemeinde auf, die Einbahnstraßen-Regelung für den Weg Am Gänsekamp aufzuheben. Die Christdemokraten sehen „extreme Verkehrs - und Sicherheitsprobleme“.  

Weyhe – Anwohner der Kirchstraße in Leeste kämpfen dafür, dass die Einbahnstraßenregelung auf einem Abschnitt des Gemeindeweges Am Gänsekamp so schnell wie möglich aufgehoben wird. Notfalls wollen sie durch versetztes Parken den Durchgangsverkehr annähernd lahmlegen. Lastwagen sowie 40-Tonner würden dann ausgebremst und davon abgehalten, den Weg vor ihren Häusern und Wohnungen weiter zu zerstören. Als letztes Mittel würde die Anwohnergemeinschaft die Justiz bemühen wollen.

Doch das müssen die Anwohner offenbar gar nicht. Die Anwohner haben sich an die CDU-Fraktion gewendet, die ihnen jetzt den Rücken stärkt: Die Christdemokraten sehen ebenfalls wie die Anwohner Gefahrenquellen. Fraktionsvorsitzender Dietrich Struthoff sowie die Vize-Bürgermeisterin Ingrid Söfty fordern, dass der Test der Gemeinde, eine Einbahnstraße einzuführen, umgehend abgebrochen wird. „Die Sicherheit und Ordnung ist nicht mehr gewährleistet“, begründet Struthoff nach einem Ortstermin und den Gesprächen mit den Anwohnern den CDU-Antrag an die Gemeinde. In dem Antrag spricht er sogar von „extremen Verkehrs- und Sicherheitsproblemen“.

Die Gruppe der Anwohner erklärte zuvor den Christdemokraten, weshalb aus ihrer Sicht wegen der seit November geltenden neuen Regelung die Verkehrsicherheit auf der Kirchstraße nicht mehr gegeben sei: Da der motorisierte Verkehr aus Richtung Böttcherei seit rund einem halben Jahr nicht mehr geradeaus zur Leester Straße rollen darf, wird er ab der Kreuzung Kirchstraße auf einen nicht ausgebauten Weg geführt (wir berichteten). Anwohner Jürgen Uhlenwinkel berichtete, dass aber die Straße dafür nicht geeignet sei, weil sie nicht vollständig ausgebaut sei. Dort gebe es Schlaglöcher. Und die Seitenränder seien abgesunken.

Eltern mit Kinderwagen auf der Kirchstraße unterwegs

Außerdem seien zahlreiche Senioren vom Lerchenhof mit ihren Rollatoren unterwegs. Eltern mit ihren Kinderwagen nutzen ebenso den Weg wie Schulkinder, Jogger, Radfahrer sowie Fußgänger und Hundehalter mit ihren Vierbeinern. „Das Kind muss doch nicht erst in den Brunnen fallen. Man muss vorher reagieren“, findet Jürgen Wesemann. Was er damit meint? Er fürchtet, dass die Autofahrer, die aus Richtung Böttcherei kommen, sich nicht an die Tempo-30-Beschränkung halten, weil sie für den Umweg Gas geben.

Außerdem ärgern sich die Anwohner, dass die Verwaltung den Autoverkehr hat zählen lassen, aber nicht die Bewegungen der Radfahrer und Fußgänger erfasst habe. Aktuelle Ergebnisse von einer jüngsten Zählung kennen sie nicht. Zahlen seien der Vize-Bürgermeisterin Söfty auch nicht bekannt.

Mit der Gemeinde diskutiert

Helga Placke von der Kirchstraße hatte ihr Anliegen bei der Gemeinde vorgetragen und, wie sie sagte, mit einigen Rathausmitarbeitern und leitenden Angestellten diskutiert. Das führte nach ihrer Darstellung nicht zur gewünschten Rücknahme der Regelung. Im Januar hatte sie der Gemeinde eine Unterschriftenliste überreicht, um das Anliegen zu unterstreichen. „Wir stehen auf dem Schlauch und erreichen nichts“, so Helga Placke.

Die Vize-Bürgermeisterin äußerte Verständnis. Sie habe sich zu diesem Thema im Februar nach dem Sachstand erkundigt. Die Ergebnisse sollten allen Parteien zugesendet werden. Doch von einer Unterschriftenaktion habe sie nichts gehört, äußerte Söfty ihre Verwunderung.

Baustellenverkehr ein weiteres Ärgernis

Ein weiteres Ärgernis, das die Anwohner beschäftigt, sei der Baustellenverkehr, der zum Baugebiet „Südlich Henry-Wetjen-Platz“ will. Weshalb er ausgerechnet über die Kirchstraße rollt, erschließe sich ihm nicht, so Anwohner Kurt Placke. Die Lastwagen würden die vorhandenen Straßenschäden jedenfalls vergrößern.

Von Sigi Schritt

Schlaglöcher und Seitenrand-Schäden: Die Kirchstraße ist laut CDU in keinem guten Zustand.
Stein des Anstoßes: Die Einbahnstraßen-Regelung auf einem Abschnitt des Wegs Am Gänsekamp.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Feuerwehren der Samtgemeinde Rehden unterstützen Flutopfer der Gemeinde Niederzier

Feuerwehren der Samtgemeinde Rehden unterstützen Flutopfer der Gemeinde Niederzier

Feuerwehren der Samtgemeinde Rehden unterstützen Flutopfer der Gemeinde Niederzier
Schärfere Corona-Regeln im Kreis Diepholz: Dies gilt ab Samstag

Schärfere Corona-Regeln im Kreis Diepholz: Dies gilt ab Samstag

Schärfere Corona-Regeln im Kreis Diepholz: Dies gilt ab Samstag
Nachhaltig und fair: „GutesGeld“ aus Diepholz legt nur „grün“ an

Nachhaltig und fair: „GutesGeld“ aus Diepholz legt nur „grün“ an

Nachhaltig und fair: „GutesGeld“ aus Diepholz legt nur „grün“ an
Syke im Dunklen: Spätabendlicher Stromausfall legt Teile der Stadt lahm

Syke im Dunklen: Spätabendlicher Stromausfall legt Teile der Stadt lahm

Syke im Dunklen: Spätabendlicher Stromausfall legt Teile der Stadt lahm

Kommentare