Weyher Theater stellt Spielplan für die nächste Saison vor

Bunte Mischung aus Farce, Komödie und frechen Stücken

Das erfolgreiche Team: Dramaturg Frank Pinkus, Geschäftsführer Heinz-Hermann Kuhlmann und Theaterintendant Kay Kruppa (von links nach rechts). - Foto: Ehlers

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Die Stimmung am Weyher Theater ist bestens, verkünden gemeinsam Dramaturg Frank Pinkus, Intendant Kay Kruppa und Geschäftsführer Heinz-Hermann Kuhlmann. Das Trio blickt „sehr zufrieden“ auf die noch laufende Saison: Die neuen Gesichter im derzeit 24-köpfigen Ensemble hätten sich etabliert, sagt Kruppa. „Die Auslastung liegt im Schnitt bei 90 Prozent. Wir werden bis zum Ende 85.000 bis 90.000 Zuschauer haben.“ Außerdem gibt das Trio eine Vorschau, was das Publikum nach dem Sommertheater erwartet.

In der kommenden Saison serviert das Weyher Theater seinen Zuschauern eine bunte Mischung aus Farce, klassischer Komödie und neuen frechen Stücken. „Es ist wie in der Bundesliga, es geht im August neu los. Und wir möchten das Publikum wieder überraschen“, so Kruppa. „Das Publikum möchte Lachen, abschalten, den Alltag vergessen“, sagt Pinkus.

Mit den Stücken, „Ein Traum von Irland“, die Heinz-Erhardt-Revue „Nachdem ich mich hier versammelt habe“, „Ein Bett für vier“ und „Man(n) zieht blank!“ startet am Mittwoch, 3. August, das Sommertheater. Es folgt am Freitag, 26. August, die erste von insgesamt sechs Premieren. In einer Neubearbeitung und Inszenierung will Frank Pinkus beweisen, dass das Grundmuster des Stücks „Pension Schöller“ auch 120 Jahre nach der Erstaufführung nichts an Witz und Charme eingebüßt hat. Schauspielergrößen wie Harald Juhnke, Günter Pfitzmann, Willy Millowitsch und Heidi Kabel haben die Komödie aufgeführt – das Publikum darf also gespannt sein, wie der Dramaturg die Dialoge und Szenen entstaubt und derart gestrafft hat, damit das Stück mit dem gewohnten Tempo mithalten kann. Die Komödie handelt von einem Provinzler, der einmal ein Irrenhaus sehen möchte. Philipp Klapproth bittet seine Nichte, seinen Wunsch zu erfüllen. Doch sie hat einen Plan. Ihr Onkel landet in der Hauptstadt in einer Herberge, die er für eine Heilanstalt hält.

Am Freitag, 7. Oktober, feiert das Theater die zweite Premiere. Kay Kruppa hat die Farce „Liebe, Lust und Hähnchenbrust“ inszeniert. Es geht um ein Liebeschaos, weil nach früh beendeten Flitterwochen das eigene Haus zwei Kollegen als Liebesnest dient. Doch die drei Paare, dürfen nichts voneinander wissen. „Das treibt einem die Lachtränen in die Augen“, ist sich Pinkus sicher.

Das Erfolgsduo Kruppa/Pinkus lässt außerdem zwei weitere Schenkelklopfer aus eigener Feder los: Am Freitag, 17. Februar, ist der Name „Partnertausch“ Programm: Zwei benachbarte Ehepaare versuchen ihrem Alltagseheleben einen neuen Kick zu geben. „Doch es läuft nicht so, wie es geplant war“, klärt Kruppa auf. Für „Mein Gott, Walter“ (Premiere: Freitag, 7. April), versetzen die Autoren die Zuschauer auf einen holländischen Zeltplatz: Dort erleben sie laut Pinkus ein ziemlich turbulentes Beziehungskarussell.

Heinz-Erhardt-Fans werden sicherlich der Premiere am Freitag, 19. Mai, entgegenfiebern. „Wir haben mit Thorsten Hamer einen der besten Imitatioren des Komikers im Ensemble, der bereits in Frankfurt und Düsseldorf auf der Bühne stand“, sagt Pinkus. In der Wesergemeinde schlüpft Hamer erneut in die Rolle von Willi Winzig, der unter dem Titel „Das hat man nun davon!“ zeigt, dass man sich im Finanzministerium nur durchsetzen kann, wenn man verrückt spielt.

Nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder will die Theaterteam erfreuen: Nach Aschenputtel (2015) folgt „Die Schöne und das Biest“, das als Weihnachtsmärchen ab Mittwoch, 30. November, den Sprößlingen die Zeit bis Heiligabend versüßen will. Hermes Schmied zeichnet dabei für die Inszenierung und Patrick Kuhlmann von der Theaterband mit selbst geschriebenenen Werken für die Musik verantwortlich. Die Macher setzen weiter auf ihr Erfolgsrezept: „Wir machen nicht abgehobene Kunst und bleiben für die Leute normale Menschen“, so Pinkus. Das macht die Weyher Spielstätte auch für Absolventen der Schauspielschulen interessant: „In den Seminaren geht es um Kunst. Bei uns lernen die Absolventen, wie temporeiche Komödien mit dem Spiel auf Pointen funktionieren.“

www.weyhertheater.de

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