Büro und Adresse bleiben

„Mr. Sportabzeichen“ legt Amt nieder

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„Mr. Sportabzeichen“ Karl-Heinz Timmermann füllt in seinem Leester Büro einige Urkunden aus.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Ihn kennen viele Sportler als „Mr. Sportabzeichen“. Unzählige Urkunden tragen seine Unterschrift. Die nächste Saison will Karl-Heinz Timmermann aus Leeste aber nicht mehr als Sportabzeichen-Obmann bestreiten, sondern nur noch helfend zur Seite stehen.

Deshalb hat der 83-Jährige sein Amt nach drei Jahrzehnten niedergelegt. Die Sportler müssen sich vorerst nicht an eine neue Adresse gewöhnen. Denn mit Billigung des Kreissportbundes hat der 83-Jährige die Amtsgeschäfte in die Hände seines Schwiegersohnes Christian Timmermann gelegt. Der 58-Jährige wohnt in der Nähe und will das Büro seines Schwiegervaters weiter nutzen.

Er ist in dem Metier kein Neuling. „Als ich bettlägerig war, hat er mich gut unterstützt“, so der 83-Jährige. Seit vier Wochen sei es der Ältere, der jetzt in der zweiten Reihe stehe.

Spartenleiter für Volleyball und Leichtathletik

Der ehemalige Leiter des Chemielabors der Stadtwerke Bremen lebt für den Sport. Im Nachkriegsdeutschland trat er dem TSV „Vorwärts“ Leeste bei, spielte Handball und Fußball auf dem ehemaligen Sportplatz zwischen der Schule und der Schützenhalle. Nach dem Abitur 1954 ging er nach Isny ins Allgäu, um Chemie zu studieren. Dort spielte er in der Bodenseeliga. Nach zwei Jahren kehrte er nach Weyhe zurück.

In den Jahren zwischen 1963 bis 1976 lenkte er als Vorsitzender die Geschicke des Vereins und fungierte gleichzeitig als Spartenleiter für Volleyball und Leichtathletik. Ende der 1970er-Jahre forderte ihn der Leester Leichtathlet Max Sieblitz auf, sich auch um das Sportabzeichen zu kümmern.

Stets im Einsatz in Leeste

Timmermann packte stets zu: So ertüchtigte er ehrenamtlich den Platz der KGS Leeste, damit er insbesondere fürs das Ablegen von Sportabzeichen in einem guten Zustand ist. Timmermann steckte pro Jahr bis zu 400 Arbeitsstunden hinein. Einige Beispiele: Er hatte vor mehr als zehn Jahren mit Sportabzeichen-Prüfern die Kugelstoß-Fläche verkleinert, weil niemand in Leeste 25 Meter stößt. Außerdem habe er einen von fünf Ringen abgebaut und ihn der Zentralen Sportanlage spendiert.

Den Platz der Hochsprung-Matte samt Unterbau und Metallabdeckung hatte er vom Spielfeldrand auf das Tartanfeld verlegt.

Die Drainage der 400-Meter-Bahn hat er wie so oft im Jahr selbst gesäubert. Und da rund ein Viertel aller Abdeckungen kaputt waren und die Gemeinde seinerzeit kein Geld für den Ersatz ausgeben wollte, war es Timmermann, der gleichwertigen Ersatz besorgt hat. Der Sportabzeichen-Prüfer hielt auch die Weitsprung-Grube in Schuss. Viele Leichtathleten wissen noch, dass er den Sand selbst umgepflügt und überstehende Grassoden entfernt hatte.

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