Bewerbungen bis 7. Oktober möglich

Bürgermeisterwahl in Weyhe: Bleibt das Trio unter sich?

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Weyhe (von links nach rechts): Dietrich Struthoff (CDU), Annika Bruck (Grüne) und Frank Seidel (SPD). 

Wer kann eine große Verwaltung mit mehr als 600 Beamten und Angestellten als Bürgermeisterin oder Bürgermeister führen? Eine Antwort auf diese Frage geben die Weyher Bürger am Sonntag, 10. November.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Diese drei Weyher Ratsmitglieder bewerben sich derzeit um die Nachfolge von Andreas Bovenschulte: Annika Bruck (Grüne), Frank Seidel (SPD) und der Christdemokrat Dietrich Struthoff als Einzelbewerber. Alle drei haben bereits öffentlich ihr Interesse bekundet, den Chefsessel der Verwaltung einnehmen zu wollen (wir berichteten). Bleibt es dabei?

Der Name Torsten Kobelt (Die Partei) wurde zwar in den vergangenen Wochen immer wieder genannt, doch das Ratsmitglied sagte gegenüber dieser Zeitung, dass man ihn ehrlicherweise deshalb noch nicht zum Kandidatenkreis dazuzählen könne, weil seine Partei ihn noch erst nominieren müsse. Das sei in den vergangenen Tagen eben noch nicht geschehen, erklärte er.

Gemeindewahlleitung prüft die Wahlvorschläge

Auch wenn Kobelt dazustößt, könnte sich die Reihe der Bewerber noch erweitern. Aus dem Rathaus selbst waren gar keine Namen zu hören, es gab auch keine Bestätigung, dass die Unterlagen für die bekannten Interessenten bereits eingegangen seien. Das dürfe die Verwaltung auch nicht mitteilen, hieß es. Die Gemeindewahlleitung müsse erst tagen und die Wahlvorschläge prüfen. 

Wer sich am Rennen um den Posten des Bürgermeisters beteiligen will, hat noch ein wenig Zeit. Wie der Fachbereichsleiter Matthias Lindhorst und die Rathausmitarbeiterin Marina Köster gestern auf Anfrage sagten, gilt es allerdings, einige Hürden zu überspringen. Beide verwiesen auf die niedersächsischen kommunalen Wahlgesetze

Bewerber brauchen mindestens 190 Unterschriften

Aus der Weyher Einwohnerzahl ergibt sich laut Lindhorst zum Beispiel, dass ein freier Bewerber „mindestens 190 Unterschriften“ von Unterstützern der Gemeindewahlleitung übergeben muss – rechtzeitig. Die Frist endet am Montag, 7. Oktober, um 18 Uhr

Die Gemeinde empfiehlt Interessenten, die Wahlvorschläge so frühzeitig einzureichen, damit etwaige Mängel noch bis zum Ablauf der Einreichungsfrist behoben werden können. Diesen Weg bestreitet Struthoff, obgleich der CDU-Fraktionsvorsitzende der Unterstützung des Weyher CDU-Verbandes sicher ist.

Unterstützer müssen in der Gemeinde wohnen

Wie Marina Köster ergänzt, müssen Inhalt und Form der Unterstützer-Unterlagen beachtet werden. So stellt das Rathaus entsprechende Vordrucke auf Anfrage kostenfrei zur Verfügung. Die Papiere haben ein Siegel, sagt die Rathausmitarbeiterin. Die Unterlagen dürften kopiert werden, hieß es. 

Die Unterstützer müssten ihre Unterschrift handschriftlich leisten. Außerdem müssten sie selbst die Berechtigung haben, an der Wahl als Wähler teilzunehmen. Damit ist auch klar, dass die Unterstützer am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sein müssen. Unterschriften von Menschen, die außerhalb der Gemeindegrenzen ihren Hauptwohnsitz haben, kann die Gemeindewahlleiterin nicht berücksichtigen.

Einen Stichwahl-Termin gibt es schon: zwei Sonntage später.

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