Bürgermeister will mit Fördermillionen für Leeste „richtig was bewegen“

„Das ist eine Riesenchance“

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Bürgermeister Andreas Bovenschulte (r.) und Baudirektor Steffen Nadrowski erläutern ihre Vorstellungen an einer Karte, die aber noch aktualisiert werden muss, mit welchen Ideen der Leester Ortskern aufgewertet kann.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat gestern im Rathaus Aufbruchstimmung verbreitet. Der Verwaltungschef kommentierte die frohe finanzielle Kunde aus Hannover, dass das Sozialministerium Weyhe mit dem Vorhaben „Ortskern Leeste“ neu in das vom Bund und vom Land finanzierte Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen hat: „Das ist eine Riesenchance.“

Wie bereits berichtet, fließen allein für dieses Jahr Fördermittel in Höhe von 833000 Euro in die Wesergemeinde. Den Bescheid dazu „erwarten wir im dritten Quartal“, so Bovenschulte. Doch damit nicht genug. Um die Attraktivität des Leester Ortskerns zu steigern, rechnen Bovenschulte und sein Baudirektor Steffen Nadrowski für die nächsten Jahre mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 5,1 Millionen Euro, wobei davon zwei Drittel der Bund und das Land zahlen.

Die Beharrlichkeit der Weyher Verwaltung zahlt sich jetzt also aus. Bovenschulte und Nadrwoski gehen davon aus, dass der Ortsteil Leeste sein Gesicht nachhaltig verändert wird und dort die Wesergemeinde nach dem Marktplatz in Kirchweyhe ein zweites Zentrum bekommt. „Der Erfolg ist möglich, wenn alle an einem Strang ziehen“, sagt der Verwaltungschef. Es müssen Händler und Dienstleister ebenso ins Boot wie die Politik und Grundstückseigentümer. Gemeinsam könne man „richtig was bewegen“, ist sich Bovenschulte sicher. Die Mittel sind für öffentliche Plätze, Wege und Freiräume gedacht.

Das Rathaus will außerdem ein Sanierungsgebiet festlegen, dass sich zwischen der Hardenbergstraße und der Bamberger Straße befindet. Die Grenzen bestimmt die Politik. Damit hätten auch Privatpersonen finanzielle Vergünstigungen, wenn die denn investieren wollen.

Von den Fördermitteln sollen besonders drei Gebiete in dem Ortsteil profitieren. Nadrowski nennt das Alte Rathaus und die Nebengebäude am Henry-Wetjen-Platz, die ab kommendem Jahr leerstehen werden. Das Geld aus Hannover und Berlin soll auch Schwung für die Umgestaltungsabsichten zum laut Nadowski „dahin vagabundierenden“ Leister Platzes sorgen. Außerdem soll das Areal um den Leester Bahnhof mit den Logistikgebäuden an der Ladestraße profitieren.

Der Weyher Bürgermeister glaubt, dass „jeder Fördereuro private Investitionen auslöst“ und zwar in der Größenordnung eines Faktors, der zwischen sieben und zehn variiert. „Die öffentliche Investitionen bewirken also eine Hebelwirkung“, so Bovenschulte.

In der Ratssitzung am Mittwoch, 20. Mai, will die Verwaltung dieses Thema weiter erörtern.

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