Bürgermeister Bovenschulte will „einmalige Chance“ nicht verstreichen lassen

Aufbruchstimmung in Leeste

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Das Bahnhofsareal in Leeste verändert sein Gesicht. Dort, wo zuletzt ein Fläche brach lag, hat sich ein Gewerbebetrieb angesiedelt und gestern Einweihung gefeiert.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Wer derzeit in Leeste unterwegs ist, dem bleibt die rege Bautätigkeit nicht verborgen. So entsteht an der Weyher Eingangspforte, hinter dem Gedenkstein in Hörden, eine großere Wohnanlage, die den Ortseingang prägen wird. Und auch das Bahnhofsareal verändert sein Gesicht.

Direkt in der Umgebung der Industrieruine von GS Agri wird ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen gebaut.

Es herrscht eine gewisse Aufbruchstimmung in Leeste: So fügt sich die Hotelerweiterung gegenüber der Polizei nahtlos in das Ortsgeschehen ein, loben viele Alteingesessene. Auch die Bautätigkeiten am Bahnhof bleiben nicht verborgen: Unternehmer wie Investoren warten nicht, bis die Straßenbahn zum Ende des Jahrzehnts kommt, sie fangen jetzt bereits an, das Gebiet umzugestalten. Gestern feierte beispielsweise das Unternehmen Elektro Brünjes Einweihung seines Geschäfts-, Lager- und Wohnhauses – gegenüber dem Leester Bahnhof. In der Nachbarschaft, hinter der alten Lok-Remise, entstehen derzeit auf dem ehemaligen Gelände eines Transportunternehmens zwei neue Lagerhallen. Und ein weiterer Investor aus Leeste baut ein Mehrfamilienhaus in Sichtachse der ehemaligen Landwehr-Mühle. Die Industrieruine schreckt ihn nicht ab. Kreative könnten die hohen Gebäudewände zu einem Kletterpark umgestalten oder Lofts bauen, sagt er. Alles sei denkbar. Außerdem weist der neue Nachbar der Ruine auf die günstige Zinslage hin und glaubt an eine deutliche Wertsteigerung des Grundstücks, wenn die Straßenbahn rollt.

Auf dem Bahnhofsareal hinter der Lok-Remise entstehen neue Lagerhallen.

Nächste Woche stellt ein Investor aus Achim zusammen mit einigen Ärzten Pläne für das Gesundheitszentrum neben dem Rudolf-Virchow-Haus vor. Den Eindruck der Aufbruchstimmung, den einige Bürger wahrnehmen, hat auch Bürgermeister Andreas Bovenschulte. „Ein Projekt zieht das andere nach“, sagt er. Der Verwaltungschef verweist auf die Pläne, den Henry-Wetjen-Platz völlig neu zu gestalten. Es gebe Gespräche, die das ehemalige Döhle-Gelände betreffen.

Bovenschulte berichtet ebenso von zahlreichen Anfragen für Leeste. Die Nachricht, dass dieser Ortsteil fünf Millionen Euro an Fördermittel vom Land bekommt, blieb nicht unbemerkt. Investoren hätten sich im Rathaus gemeldet, die an der Leester Straße bereit sind, im Erdgeschoss von Neubauten Gewerbe zu akzeptieren, um Handel und Gewerbe zu stärken. Bovenschulte hofft, auf eine „kritische Masse“, die bereit ist, den Absichtserklärungen (Bau-)Taten folgen zu lassen, um eine Aufwärtsspirale anzutreiben. Die bilde die Basis, um das Gesicht des Ortsteils nachhaltig und positiv zu verbessern. „Das ist jetzt eine einmalige Chance, die wir nicht verstreichen lassen sollten“, so der Verwaltungschef.

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