Bürgergespräch Jeebel: Rathauschef Bovenschulte will Kreismittel anzapfen

Schnelles Internet: „Lassen keinen Ortsteil abgehängt“

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Um die Themen Internet und Verkehr geht es im Gespräch mit dem Bürgermeister. Die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith moderiert die Runde.

Sudweyhe/Jeebel - Von Heiner Büntemeyer. In seiner neunteiligen Reihe von Bürgergesprächen vor Ort hatte Verwaltungschef Andreas Bovenschulte die Jeebeler zu einem Bürgergespräch in die Sudweyher Paul-Maar-Grundschule eingeladen. Etwa 30 Einwohner beteiligten sich daran. Zuvor hatten die Bürger die Möglichkeit, ihre Wünsche und Anliegen zu formulieren.

Dabei gab es für den Bürgermeister eine große Überraschung, denn auf die Frage „Was gefällt mir an Jeebel?“ hatte eine Handvoll Bürger geantwortet: „Alles!“ Einige hatten sogar hinzugefügt, was ihnen besonders an ihrem Wohnort gefällt: Die Ruhe, die Nähe zur Natur und der Bürgerbus.

Aber es gab auch Kritikpunkte. Zunächst ging es um einen schnelleren Internet-Zugang. Zwar werde in Weyhe an einem schnelleren Anschluss gearbeitet, bestätigte Bovenschulte, doch die Netzbetreiber betrachten diese Arbeiten unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit. Da sie im Jeebel mit zu wenigen Anschlüssen rechnen, lohne sich die Investition für sie dort nicht. Auf Nachfrage sei der Verwaltung mitgeteilt worden, dass für einen zügigen Ausbau mindestens 80 Anschlüsse erforderlich seien. Allerdings könne die Gemeinde zum schnelleren Ausbau beitragen, wenn sie mit 40000 Euro die „Wirtschaftlichkeitslücke“ schließe. Daher werde sich die Verwaltung um Fördermittel des Landkreises bemühen. „Wir lassen keinen Ortsteil abgehängt“, versprach Bovenschulte.

Von den Zuhörern kam der Vorschlag, unter den Einwohnern Interessenten zu werben. Eventuell könnte es ja auch eine Mischkalkulation geben, wenn tatsächlich eine größere Anzahl neuer Verträge abgeschlossen wird. Sollte das nicht möglich sein, müssten man sich auf eine Wartezeit von etwa zweieinhalb Jahren einrichten.

Der zweite Problemkreis war der Verkehr. Die vor einigen Jahren von den Anliegern geforderte Aufpflasterung einiger Straßen hatte sich offenbar als eine falsche Maßnahme erwiesen, denn die Autofahrer bremsen vor dem Hindernis ab und beschleunigen ihr Fahrzeug, sobald sie darüber hinweg sind. Der Lärmpegel steige dadurch erheblich an, beklagte sich ein Anlieger. Außerdem fließe das Wasser in Höhe der „Drempel“ nicht mehr gleichmäßig ab, sondern in die angrenzenden Vorgärten. Außerdem werde auf den verkehrsberuhigten Straßen viel zu schnell gefahren. Bovenschulte versprach, das gemeindeeigene Messgerät aufzustellen.

Die Bürger seien dankbar, dass der Übergang an der Sudweyher Straße inzwischen durch eine Ampel gesichert sei, die Gemeinde möge jetzt auch den Weg zur Ampel pflastern.

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