Gemeinde schüttet mehr als 80.000 Euro aus

Weyher Einwohner-Ticket hat sich zu Erfolgsgeschichte entwickelt

Die Zahlen zeigen: Das Einwohner-Ticket kommt gut an.

Weyhe - Das Weyher Einwohner-Ticket-Projekt, das der ehemalige Bürgermeister Andreas Bovenschulte initiiert hatte, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt Max Serzisko aus dem Fachbereich Gemeindeentwicklung und Umwelt.

Das zweijährige Modellprojekt hat laut Serzisko sogar „alle Erwartungen“ übertroffen. Zur Halbzeit will die Gemeinde nun den Vertragspartnern des sogenannten Mia-Tickets, die das Weyher Einwohner-Ticket als Monats oder Jahresabo gelöst haben, die in Aussicht gestellten Zuschüsse ausschütten.

„Der erste Abrechnungszeitraum endete Ende September“, ergänzt Serzisko. Die Projektpartnerin Bremer Straßenbahn AG (BSAG) hatte daher kürzlich mehr als 700 Mia-Kunden angeschrieben, und sie aufgefordert, Cash-Back-Anträge beim Rathaus in Leeste abzugeben. Immerhin gewährt die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent. Wie Kämmerin Ina Pundsack-Bleith ergänzt, finanziert die Gemeinde das Projekt zu 25 Prozent (20.000 Euro), die restlichen Mittel werden als Fördermittel durch den Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen zur Verfügung gestellt.

Das Rathaus erhielt laut Serzisko bis jetzt 600 Anträge. Die Gemeinde schüttet mehr als 80.000 Euro aus – also im Schnitt 133 Euro je Antrag. Die Auszahlungsabwicklung hat bereits begonnen – die Anträge würden nacheinander abgearbeitet. Die Verwaltung bittet um Geduld. Für die Nachzügler hat die Gemeinde die Bearbeitungsfrist bis zum 6. Dezember verlängert, kündigte Max Serzisko an.

Bürgermeister Frank Seidel forderte die betroffenen Bürger auf, die Zuschüsse auch wirklich abzurufen. Es sei bald Nikolaus, kommentierte er. Die Bürger könnten sich beim Rathaus das Weihnachtsgeld abholen – dazu müssten die Nutzer des Mia-Einwohner-Tickets aber den Antrag ausfüllen und ihn auch abgeben. Die Idee zu diesem Projekt hatte der jetzige Bremer Regierungschef. Andreas Bovenschulte hatte 2018 in Weyhe die Frage aufgeworfen, ob es grundsätzlich möglich sei, durch Senkung der Preise, mehr Menschen zur Nutzung des ÖPNV zu bewegen.

Und es geht ebenso um die Frage, ob die Finanzierungslücke durch die steigende Ticketanzahl – ausgehend vom Status quo – bezahlt werden könnte.

Diese Rechnung ist laut Max Serzisko aufgegangen. Im August 2018, beim Projektstart „Mia für Weyhe“ waren 518 Monats- und Jahresfahrkarten unterschiedlicher Tarifstufen im Umlauf. Derzeit sind es 627 Tickets – das bedeutet einen Zuwachs um 21 Prozent, so Serzisko. Das Zwei-Jahres-Ziel, eine Steigerung um „nur“ 100 Personen, sei bereits im August erreicht worden. „Wenn man Tickets günstiger macht, wird das Angebot attraktiver“, lautet die Erkenntnis des Rathausmitarbeiters.

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