Brennt wie Zunder

Osterfeuer laden wieder Tausende Gäste nach Stuhr und Weyhe

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Ein besonderes Ereignis über den Ort hinaus ist seit 35 Jahren das Osterfeuer mit Räderlauf auf dem Mühlenkamp in Leeste. 

Unübersehbar haben sich am Ostersonntag die dunklen Rauchfahnen am Abendhimmel in Stuhr und Weyhe abgezeichnet und den Weg zu den großen Osterfeuern bereitet. Mit Anbruch der Dunkelheit hatten in den meisten Fällen erfahrene Feuerwehrmänner die Holzstöße angezündet.

Stuhr /  Weyhe - Von Heiner Büntemeyer.  Meistens reichte dazu eine Handvoll Stroh, und wenige Minuten später stand der Holzhaufen in hellen Flammen. Das Wetter der vergangenen Tage hatte das Gestrüpp so ausgetrocknet, dass es wie Zunder brannte und die großen, mühsam aufgeschichteten Holzhaufen schon nach kurzer Zeit zu einem Häuflein glühender Asche zusammengesunken waren. Aber die Besucher waren nicht nur gekommen, um Holz brennen zu sehen. 

Sie wollten auch mal wieder Leute zum Klönen treffen, die sie lange nicht gesehen hatten. Der Förderverein der Feuerwehr Brinkum brannte auf einer Wiese neben dem Gerätehaus seinen Osterhaufen ab. Getränke, Pommes und Würstchen gab es und dazu eine Ostereier-Suchstation für die Kinder. In einer Senke hatten die Organisatoren Stroh ausgebreitet und darin Holzeier versteckt. Kinder, die so ein Holz-Ei gefunden hatten, durften es gegen ein Überraschungs-Ei eintauschen.

In Brinkum übt sich beim Stockbrotrösten, was einmal ein Meisterbäcker werden will. Foto: Husmann

Jens Bösselmann, der Vorsitzende des Feuerwehr-Fördervereins, ist bereits seit 18 Jahren für das Osterfeuer zuständig. Er freute sich über viele Besucher und bedankte sich bei seinem Helferteam. Vier Wochen zuvor hatte er einen Aufgabenplan ins Gerätehaus gehängt, in den sich Freiwillige eintragen konnten. „Innerhalb von wenigen Tagen waren alle Stationen so besetzt, dass wir sogar in zwei Schichten arbeiten konnten“, berichtete er.

In Melchiorshausen hatten die Feuerwehrmitglieder zusätzlich zum Osterhaufen noch zahlreiche Feuerkörbe aufgestellt. „Brandstifter“ war an diesem Abend Heino Hildebrand, der den Holzhaufen anzündete. Nachdem das große Feuer seinen Höhepunkt überschritten hatte, wurden die Körbe entzündet. Darum herum standen Bänke, auf denen die Besucher beieinander saßen, Würstchen und Getränke verzehrend und bis nach Mitternacht miteinander klönend. Der große Vorrat an Stockbrotteig war allerdings bereits vor 22 Uhr verbraucht.

Osterräderlauf in Leeste

Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfrie d Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann
Der traditionelle Osterräderlauf in Leeste hat am Ostersonntag wieder viele Besucher auf das Mühlenkampgelände gelockt. © Heinfried Husmann

Einen noch größeren logistischen Aufwand erforderte natürlich der Osterräder-Lauf auf dem Mühlenkampgelände, der in diesem Jahr zum 35. Mal veranstaltet wurde. In der Feuerwehr Leeste hatten sich für einzelne Aufgaben Gruppen gebildet, die dieses Event vorbereiten. Es beginnt mit dem Stopfen der sechs großen und des kleinen Feuerrades auf dem Hof von Torsten Michalowski, der dafür auch das erforderliche Stroh spendet, und endet mit dem Aufräumen am Montag.

In diesem Jahr hatte die Umgestaltung des Mühlenkamps eine Verlegung des Osterfeuers erforderlich gemacht – kein Problem für die Feuerwehr. Der Holzstoß brannte lichterloh und die Umstehenden zogen sich wegen der Hitze immer weiter zurück, bis jene, die sich im hinteren Bereich an den Stehtischen aufgehalten hatten, plötzlich in der Nähe der Feuerfront standen.

Als die Dämmerung hereinbrach, wurden entlang der Absperrung Fackeln entzündet und kündigten den Höhepunkt des Abends an. Die Besucher auf dem Festplatz zwischen der Feuerräder-Rollbahn und den Speise- und Getränkebuden wandten sich dem Hügel zu, wo die Aktiven das erste Feuerrad in den Schlitten schoben und Ewald Taapken es anzündete. Als es lichterloh brannte, wurde die Bremse gelockert und das Rad rollte den Hügel hinab, schwankte zunächst ein wenig, nahm dann immer mehr Fahrt auf und hinterließ eine feurige Spur aus verglühenden Strohhalmen. Unten nahmen Feuerwehrmänner die Räder in Empfang und dirigierten sie mit Stangen an den Platz, an dem sie ausbrennen konnten. Sechsmal wiederholte sich dieses Spektakel. Danach gab es großen Beifall, und als der verklungen war, krachte und leuchtete es am Himmel, wo ein Feuerwerk für Sternenregen und Leuchtfontänen sorgte und den Besuchern den Heimweg leuchtete.

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