Für ein Jahr Ersatz für desaströse Bepo-Trainingsstätte 

Bremer Polizei übt künftig in Dreyer Halle

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Andreas Bovenschulte und Andrea Wittrock unterzeichnen einen Kooperationsvertrag. Im Hintergrund: Kennet Twachtmann und Markus Josef Ansmann von der Bremer Polizei und Susanna Clottey von der Gemeindeverwaltung. 

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Gemeinde Weyhe will ein Bremer Problem lösen: Die ehemalige Exzerzierhalle auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei (Bepo) in Huckelriede wird als Sporttrainingsstätte genutzt, ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Das Gebäude wird ab Juli runderneuert und steht daher ein Jahr lang für Polizeischüler nicht mehr zur Verfügung.

Keine Frage: Die Ausbildung muss weitergehen. Wo aber sollen die rund 460 Studierenden Kraft, Ausdauer und Koordination für Übungen trainieren, die prüfungsrelevant sind? Die Antwort gibt der Weyher Bürgermeister Andreas Bovenschulte: in der Dreyer Sporthalle.

Die Beamtenanwärter müssen künftig nur rund 14 Kilometer zurücklegen. Die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hatten es erfolgreich geschafft, die Trainingszeiten für die Bereitschaftspolizei um sämtliche anderen – auch um die des SV Dreye, des Kindergartens und der Seniorengruppen – herumzubauen, berichten Susanna Clottey und Michael Fütterer. Deshalb stand der Übergabe von drei Hallenschlüsseln nichts im Wege. Zuvor hatten Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Andrea Wittrock, Leiterin der Zentraldirektion, einen entsprechenden Kooperationsvertrag geschlossen.

„Das laufende Studienjahr umfasst drei Jahrgänge mit je 140 bis 160 Studierenden“, erklärt Andrea Wittrock. Die Leitende Direktorin ist froh, diese grenzüberschreitende Lösung gefunden zu haben, zumal der Fahraufwand aus ihrer Sicht „sehr gering“ ist.

Ausweichmöglichkeiten in der Hansestadt gebe es nicht, weil dort die Hallenzeiten eng getaktet seien. Die Frage nach Alternativen in Bremen-Nord oder in Ritterhude, Lilienthal und in anderen Randgemeinden hätte sich erst gar nicht gestellt.

Andreas Bovenschulte zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, zumal die Gemeinde ein notwendiges Maß an Eigeninteresse mitbringt. „Wenn die Polizei die Ausbildung gut macht, verstärkt das die Sicherheit in der ganzen Region“, so der Bürgermeister.

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