45 Musiker von Sound of Weyhe geben in Kirchweyher KGS-Sporthalle Gratis-Konzert

Konzert am Samstag: Von Filmmusik bis Rock-Pop-Klassiker

Bringt sich bei der Probe in der Mensa der KGS Kirchweyhe mit vollem Körpereinsatz ein: Dirigent Axel Hübner.
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Bringt sich bei der Probe in der Mensa der KGS Kirchweyhe mit vollem Körpereinsatz ein: Dirigent Axel Hübner.

Vor 15 Jahren stand das Blasorchester der Sportvereinigung Kirchweyhe am Scheideweg: Auflösung oder Neuanfang. Die Mitglieder entschieden sich dafür, Jugendliche aufzunehmen und die Musik völlig anders auszurichten. Eine Namensänderung rundet den Transformationsprozess ab.

Weyhe – Mit einem Gratis-Konzert am Samstag, 2. Oktober, feiert das Blasorchester Sound of Weyhe seinen 40. Geburtstag. Die 45 Musiker präsentieren laut Dirigent Axel Hübner anderthalb Stunden lang einen bunten Querschnitt ihres Repertoires. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Sporthalle der KGS Kirchweyhe. Es gilt die 3-G-Regel mit Testbeleg (Einlass: ab 16.30 Uhr).

Musiker wollen wieder vor Publikum spielen

Die Musiker fiebern diesem besonderen Auftritt sehr entgegen, weil sie endlich wieder vor Publikum spielen möchten, sagt der Dirigent. Seit Beginn der Corona-Zeit hatte das Orchester nur ein Ständchen auf dem Marktplatz gegeben. Alle großen Auftritte wurden abgesagt. Die Mitglieder des Orchesters seien mittlerweile nicht etwa eingerostet, sondern hätten laut Hübner fleißig geübt – sie hätten sogar per Zoom-Konferenz geprobt. Die Spielfreude würden die Zuhörer sicherlich heraushören, glaubt er.

In den Proben 12 Stücke einstudiert

Aus dem Repertoire von 200 Stücken hatte Hübner für das heutige Konzert zwölf herausgesucht und auf den Proben in der Mensa der KGS Kirchweyhe einstudiert.

Konzert beginnt mit Programmmusik

Sound of Weyhe startet heute mit Programmmusik. „Diese Musik zeigt ein Bild, eine Begebenheit. Konkret wird aus Gullivers Reisen Liliput sowie das Land der Zwerge beschrieben.“ Es folgt das Land der Giganten, das mit Tuba-Klängen musikalisch gezeichnet wird, so Hübner.

Im Anschluss folgt das Genre Filmmusik. Für das Konzert hat Hübner sich das Werk Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat von Andrew Lloyd Webber ausgesucht. „Der Film ist gewöhnungsbedürftig, die Musik ist aber fantastisch“, so Hübner. Flashdance bildet den Abschluss dieser Abteilung.

Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat und Flashdance

Die Gäste hören im dritten Teil des Konzerts Bigband-Sound und im vierten Teil volkstümliche Musik. Erst im fünften Teil stehen Rock- und Pop-Klassiker auf dem Programm.

Geburtstagsfeier mit Rückblick

Auch das gehört zu einer Geburtstagsfeier dazu: ein Rückblick und die Erkenntnis, dass es vor 15 Jahren richtig war, das Orchester völlig neu auszurichten.

Es sei damals nicht auf den ersten Blick klar gewesen, dass es eine blühende Zukunft hat. „Einige Musiker hatten das Orchester verlassen, andere kamen nicht mehr zu Probe“, erinnert sich die Berufsmusikerin Joyce Budelmann (Waldhorn, Trompete und Tenorhorn). Das 1981 gegründete Orchester musste auf links gedreht werden, um überleben zu können. Joyce Budelmann hatte damals in der Grundschule Kindern Musikunterricht erteilt und hatte die Idee, dass diese jungen Musiker, den Klangkörper verstärken. Es gab damals ein Workshop-Wochenende, und am Ende stand die Entscheidung fest: Die Mädchen und Jungen sind dabei, wollen aber nicht die Musik der Älteren spielen.

Musikerin spielt nach Noten aus dem Ipad.

Ab diesem Zeitpunkt sei für alle laut Joyce Budelmann klar gewesen, dass sich die Musikausrichtung komplett ändern muss. War das Blasorchester vor vier Jahrzehnten eher sehr volkstümlich für die Musik in Festzelten ausgerichtet, so bedient das Orchester heute verschiedene Genres. Vor 15 Jahren wurden die Weichen dafür gestellt. Dafür stehe Axel Hübner.

Titel wie Fluch der Karibik und Star Wars gehören zum Repertoire

Der neue Dirigent hat den Klangkörper zu einem modernen Orchester entwickelte. Es beherrscht längst Rock-Pop-Stücke ebenso wie Filmmusik, sagt Hübner und nennt zum Beispiel Titel wie Fluch der Karibik und Star Wars. Wer weiß, vielleicht gebe es mit Sound of Weyhe auch mal ein Konzert mit Klängen von Science-Fiction-Filmen und -Serien wie Raumpatrouille, Star Trek und Star Wars.

Hübner ist musikalisch breit aufgestellt: Er hatte mit neun Jahren angefangen, Klarinette zu spielen. Sein Wissen wurde an einem Konservatorium verfeinert. Hübner spielte unter anderem in einer Bigband mit, war bei der Bundeswehr Musiker im Heeresmusik-Korps, und finanzierte sein BWL-Studium an der Uni Frankfurt/Main als Teil einer Tanz- und Showband. Außerdem war er Mitglied eines Sinfonieorchesters, das unter anderem das Requiem von Mozart aufführte.

Axel Hübner dirigiert das Orchester Sound of Weyhe.

Weshalb kurz vor Beginn der Corona-Krise das Blasorchester der Sportvereinigung Kirchweyhe seinen Namen gewechselt hat, erklärt der Dirigent so: Nach wie vor verbinden die Menschen mit einem Blasorchester etwas Volkstümliches. Dass die Musiker ebenso Titel wie Smoke on the water oder Highway to hell interpretieren oder Thunderstruck, unser erstes selbst arrangiertes Stück, präsentieren, zeige diese Vielfältigkeit.

Sound of Weyhe sucht Nachwuchs

„Wir suchen Nachwuchs und sprechen Schüler an“, so Hübner. „Wenn die Freunde der Schüler das Wort Blasorchester hören, sollen sie nicht an Rumtata denken. Dann ist man in der Schule durch.“ Der Name Sound of Weyhe unterstreiche die enorme klangliche Bandbreite, so Hübner.

Saxofonistin Jill Stünkel: „Ich habe mich von Anfang an hier sehr wohl gefühlt“

Das Konzept habe Jill Stünkel angesprochen. Die Saxofonistin verstärkt die Musiker erst seit einem Jahr. „Ich habe mich von Anfang an hier sehr wohl gefühlt. Es wird gut was gefordert, und dadurch werde ich angetrieben, mich zu verbessern.“ Was für sie den Reiz ausmacht, in einem Orchester zu spielen? „Ich spiele für mich alleine, aber höre erst im Ganzen, was die eigene Stimme ausmacht.“

Von Sigi Schritt

Ist erst seit einem Jahr beim Orchester Sound of Weyhe dabei: Jill Stünkel.

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