Erster Tiertransport in der Vereinsgeschichte

Björn Gudde aus Leeste bringt seine Ziegen mit Pingelheini ins Winterquartier nach Sudweyhe

Warten auf dem Bahnhof auf den Zug: Björn Gudde (4.v.l) und Cord Hockemeyer (3.v.l.) mit Familien. Die Tiere wirken ruhig und gelassen.
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Warten auf dem Bahnhof auf den Zug: Björn Gudde (4.v.l) und Cord Hockemeyer (3.v.l.) mit Familien. Die Tiere wirken ruhig und gelassen.

Normalerweise bringt der Leester Unternehmer Björn Gudde seine Ziegen mit einem Hänger ins Winterquartier. Doch in diesem Jahr nutzt er ein anderes Verkehrsmittel: einen Zug. Erstmals in der Geschichte der Musumsbahn hat der Pingelheini in seinen Güterwagen Tiere verladen – auf einer regulären Tour.

Weyhe – Diese Aktion erinnert an zurückliegende Jahrzehnte auf der Kleinbahnstrecke Bremen-Huchting-Leeste-Thedinghausen, auf der Viehtransporte zum Alltagsgeschäft gehörte. Geduldig hatten am Sonntagmorgen Björn Gudde und seine Familie am Leester Bahnhof auf den Zug aus Richtung Stuhr gewartet. Erst als die Lok mit den zwei Personenwagen und dem Güterwagen in Leeste eintraf, brachten Björn Gudde und seine Familie Hanni, Benny sowie Pünktchen auf den Mittelbahnsteig. Schnell hatten Helfer des Museumszug-Vereins ein Brett zur Hand und bauten so eine kleine Rampe. Geduldig führte Björn Gudde die drei Tiere vom Bahnsteig in den Waggon. An einer Wand des Güterwaggons wurden sie angebunden. Gudde und Harald Urber vom Vorstand betreuten die Tiere während der Fahrt. Die Reise dauerte nur ein paar Minuten, dabei ging es quer durch die Wesergemeinde: Ziel war der Sudweyher Bahnhof. In der Nähe befindet sich nämlich das besagte Winterquartier.

Unbürokratische Hilfe der Eisenbahner

Diese Aktion sei für ihn und seine Familie schon ein Event gewesen, aber auch für Passanten, die beobachteten, wie Björn Gudde, Tochter Enna und Lebensgefährtin Doro die Ziegen durch den Ort führten. Der Unternehmer dankte den Eisenbahnern für die unkomplizierte Hilfe. „Die sind mit Herz und Seele dabei“, sagt Björn Gudde. Er hatte per E-Mail angefragt, ob der Museumszug seine Tiere befördern kann und erhielt nicht nur eine schnelle Antwort, sondern die Bahner hätten auch Ideen geäußert, wie man die Nutztiere mitnehmen könnte.

Verlädt die Ziegen und fährt auch selbst im Güterwaggon mit: Björn Gudde.

In Sudweyhe brachten die Guddes die Tiere zur Familie Cord Hockemeyer. Der habe nicht nur eine Wiese, sondern auch einen Stall für die Vierbeiner. Die Leester Familie Gudde hält erst seit 2018 Ziegen. Durch einen Zufall hatte Björn Gudde auf dem Brokser Heiratsmarkt das Angebot erhalten, zwei Ziegen zu übernehmen. So bekamen Hanni und Nanni in Leeste und im Winter in Sudweyhe ein neues Zuhause.

Ein artgerechtes Zuhause für die Tiere

„Wir möchten den Tieren ein artgerechtes Zuhause bieten“, sagt er. Im Sommer hätten die Tiere in der Nähe seines Domizils auf einer Wiese viel Auslauf. Sein Freund aber hat für die Tiere gerade für die kalten Tage ein Dach über dem Kopf. Die Tiere machen beiden Familien viel Freude, so Björn Gudde. „Die Tiere waren von Anfang an sehr zutraulich, und wir haben sie sofort ins Herz geschlossen“, so der Leester. Es dauerte nicht lange, da waren auch schon zwei Ziegenbabys da. Allerdings ist vor zwei Jahren eines von den beiden erwachsenen Tieren verstorben. So sind es nur drei Tiere.

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