Detlef Laabs-Wrieden will Pa Kua in der Wesergemeinde anbieten

Ein bisschen kämpfen wie Jack Sparrow

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Trainer Detlef Laabs-Wrieden erklärt den jungen Teilnehmern seines Workshops die Haltung des Holzschwertes. 

WEYHE - Von Sigi Schritt. Was haben eine Hacke oder Harke, die sich in vielen Schuppen in der Wesergemeine befinden, mit Captain Jack Sparrow aus dem Film „Fluch der Karibik“ zu tun? Detlef Laabs-Wrieden, Leiter des Bauhofs der Gemeinde Weyhe, gab gestern im Rahmen der Ferienkiste den jungen Teilnehmern seines Workshops die Antwort.

In den Händen von Profis entfernen die Geräte nicht nur gekonnt und sehr effizient Unkraut und ziehen Linien in die Erde, sondern sie können auch als Waffen – wie Schwerter oder Säbel – eingesetzt werden.

Den zehn Schülern, die mehr über die Kunst des Schwertkampfs erfahren wollen, zeigte der Leiter des Bauhofs, dass diese Gerätschaften ebenso herumgewirbelt werden können wie andere Waffen aus Holz.

Der Blaugurt-Träger Laabs-Wrieden hat die Trainerlizenz in der Sportart Pa Kua und deutete verschiedene Angriffs- und Abwehrtechniken an. Der 53-Jährige hatte aber nicht nur die Gartengeräte mitgebracht, sondern auch zahlreiche Schwerter, Säbel und Hölzer verschiedener Längen. Er erklärte, dass früher nur die Ritter das Privileg hatten, Waffen aus Metall zu benutzen, doch die einfachen Menschen, meist Bauern, hätten nur ihre Feldgeräte zur Verfügung gehabt. Daraus entwickelte sich die Kampfeskunst mit den Stilen, den Langwaffen.

Übungen mit Hölzern

Die jungen Workshop-Teilnehmer rüstete der Trainer mit Hölzern aus und zeigte verschiedene Angriffsübungen. Außerdem folgten Techniken zur Abwehr. Wenn ein Sportler mit seinem Holz etwa direkt auf die Stirn seines Gegners zielt, so habe dieser die Möglichkeit, seinen eigenen Stab so hochzuhalten, dass das Holz des Angreifers daran abprallt. Er kann auch durch eine Vierteldrehung dem Hieb ausweichen, erklärt der Trainer. Seine Schützlinge hatten genügend Zeit, das Gelernte in sehr langsamen Bewegungen auszuprobieren. „Die Körperspannung ist wichtig“, riet er den Mädchen und Jungen. „Eine Hand ist unten am Griff, eine Hand darüber.“ Wie die anderen Kinder waren auch Tarvo (11) und Ben (10) aus Sudweyhe hoch konzentriert bei der Sache. Dennoch ließ es sich Laabs-Wrieden nicht nehmen, hier mal die Körperhaltung, da mal die Beinstellung zu korrigieren.

Der Trainer wirkt am Ende der Stunde sehr zufrieden. Die Kinder hätten ihre Sache sehr gut gemacht, lobt er.

Ben kann sich vorstellen, weiterzumachen, also ein Schuppertraining zu absolvieren. Diesen Wunsch möchte der Leiter des Bauhofs erfüllen. Der 53-Jährige sucht daher Trainingsmöglichkeiten in Weyhe.

In Deutschland wird die Sportart Pa Kua laut Laabs-Wrieden neben Seckenhausen nur in Berlin, Hamburg und München angeboten.

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