74 Kandidaten stehen zur Wahl 

Auch „Die Partei“ ist mit von der Partie

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Der Gemeindewahlausschuss hat am Abend im kleinen Ratssaal getagt. 

Weyhe - Von Sigi Schritt. Bei der Wahl zum Gemeinderat am Sonntag, 11. September, gibt es eine Überraschung: Neben den Kandidaten der CDU, SPD, Grünen und FDP tritt ein einziger Bewerber der „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – Landesverband Niedersachsen“ (kurz: „Die Partei“) an. Das hat der Gemeindewahlausschuss Donnerstagabend einstimmig in seiner Sitzung im Rathaus festgestellt.

Für den „Die Partei“-Einzelbewerber nahm der stellvertretende Kreisvorsitzende, Pascal Gerdes, als Vertrauensmann, an der Sitzung teil. Er sagte im Anschluss, dass es sich um Torsten Kobelt handelt, der im Wahlbereich II (Kirchweyhe, Sudweyhe, Ahausen, Dreye, Jeebel und Lahausen) antritt. Tischler sei dessen Beruf. Die Frage nach dem Alter beantwortete Gerdes lediglich mit „Jahrgang 64“. Der Einzelbewerber hatte in der Wesergemeinde 30 Unterstützerunterschriften gesammelt. Mehr hat Gerdes zu dieser Personalie nicht gesagt. Er wollte auch keine Kontaktdaten preisgeben. „Ich bin nicht sicher, ob ich das darf“, antwortete er auf Nachfrage. Gerdes gab zu, dass es sich um eine Spaßkandidatur handle.

Kobelt selbst widerspricht dieser Darstellung gegenüber unserer Zeitung. Stattdessen wiederholt er den Willen, in den Rat einzuziehen. „Ich stelle mich schließlich nicht zum Spaß in die Fußgängerzone und sammle Unterschriften“, sagt er. 

Kein Kandidat bei den Freien Wählern

Außerdem treten in diesem Wahlbezirk die CDU mit 10 Bewerbern, die SPD mit 13, die Grünen mit 7 und die FDP mit 8 an. Im Wahlbereich I (Leeste, Erichshof, Melchiorshausen und Lahausen) gibt es diese vier Listen: CDU mit 11 Bewerbern, die SPD mit 11, die Grünen mit 5 und die FDP mit 8.

Obwohl die Freie Wählergemeinschaft bei einer Veranstaltung (wir berichteten) ernsthaft nach Kandidaten Ausschau gehalten hatte, konnte sie offensichtlich keine Interessenten finden. Politikinteressierte, die glaubten, aus dem Freundeskreis um den ehemaligen Bürgermeisterkandidaten Nils Krämer würden Kandidaten als Einzelbewerber antreten, irrten sich. Fehlen werden auch Kandidaten der Linken und der Alternative für Deutschland – die gibt es nicht auf der Gemeindeebene.

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