Bildhauersymposium an der Wassermühle mit kreativen Köpfen aus der Region

Verspielte Kunstwerke für die nächste Skulptura

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Bildhauer Alex M. Otterpohl macht sich mit der Schleifhexe an seinem Objekt zu schaffen.

Sudweyhe - Von Dagmar Voss. Ein ganz besonderes künstlerisches Ereignis, auf das die Gemeinde mit Recht stolz ist, jährte sich an diesem Wochenende zum 13. Mal: das Bildhauersymposium auf dem Mühlengrund an der Wassermühle. Schon von weitem wurden die Besucher am Sonnabendnachmittag bei bestem Wetter von lautem Hämmern und Klopfen begrüßt.

Bildhauer aus der ganzen Region nutzten die Chance, wieder einmal gemeinsam zwei Tage lang öffentlich zu arbeiten. Wobei natürlich jeder für sich an seinem Werkstück klopfte, sägte oder feilte, hämmerte, schliff, schweißte oder bohrte – und das diesjährige Thema „verspielt“ dabei auf sehr unterschiedliche Weise interpretierte.

Seit 2003 treffen sich Bildhauer aus Norddeutschland unter der Schirmherrschaft der Gemeinde und des Vereins „Kunst in der Provinz“. Sie können fachsimpeln über Techniken und Materialien oder einfach nur über die Welt und die Kunst reden. Außerdem entstehen dabei neue Werke – seit ein paar Jahren unter einem speziellen Thema.

Dass „verspielt“ bei den kreativen Menschen gleich eine Vielzahl von Assoziationen hervorrief, liegt auf der Hand. Der eine sah eher die sozial-gesellschaftskritische Variante von verspielt, also ausgespielt. Andere wollten sich spielerisch mit Stoff und Ideen befassen, und dann gab es noch diejenigen, deren Schöpfungen in den Augen der Betrachter als Illusionen der Realität daherkommen, deren Werke also verspielt erscheinen.

So fanden sich in diesem Jahr zehn Künstler, die unter den Pavillons ihre neuen oder bereits begonnenen Stücke bearbeiteten. Außerdem stellten sie sich, wie in jedem Jahr, den interessierten Besuchern für Fragen zur Verfügung. Da kamen immer wieder Gespräche über Material oder Herangehensweisen zustande. „Was bringt Sie dazu, das zu machen?“, lautete etwa eine Frage an Barbara Bartel. Die amüsierte Antwort der Bremerin beschränkte sich auf ein schlichtes „Lust“.

Dass es ihren Kollegen höchstwahrscheinlich ebenso erging, ließ sich an den Mienen und Gesten erkennen. Außer Bartel werkelten Henry Stussig, Carola Goetz, Alex Otterpohl, Elisabeth Schuller-Köster, Uwe Hansmann, Stefan Vogt, Agnes Gerken-Lüllmann, Ernst Niemann, Adam und zum ersten Mal auch Dörthe Siemers-Wulff. Sie wollte das Thema mittels Schachfiguren aus Pappmaschee verwirklichen, für sie gehe es in Richtung „ausgespielt“.

Am Sonntag kamen noch zwei Kollegen dazu. „Eigentlich hatten sich viel mehr angekündigt“, wusste Carola Goetz, doch Krankheit und Unfälle seien dazwischen gekommen. Bei ihr konnten die Besucher eine vollkommen andere Herangehensweise bewundern. Eigentlich ist ihr Material Glas, aber zuvor wird die Form aus Wachs gestaltet.

Bei all den vielversprechenden Anfängen darf man gespannt sein, was im nächsten Jahr bei der „Skulptura“ zu sehen ist.

Bildhauersymposium an der Wassermühle

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