Lena Malzahn zeigt bis Monatsende großformatige Wangerooge-Fotos im Café „C‘est la vie“

Bilderjagd auf der ostfrisischen „Herzensinsel“

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Inhaberin Christine Laurinat hat für die erste Ausstellung in ihrem Café „C‘est la vie“ ihre Freundin, die Fotokünstlerin Lena Malzahn (links), verpflichtet.

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Normalerweise schaut man sich Urlaubsfotos erst nach der Rückkehr an, aber Lena Malzahn geht einen andern Weg und regt mit ihren Bildern, die sie auf ihrer „Herzensinsel“ Wangerooge aufgenommen hat, den Appetit auf den Urlaub richtig an. Und das macht sie sogar sehr erfolgreich. Die Besucher ihrer Ausstellung im Café „C‘est la vie“ am Ruschkamp können sich davon überzeugen.

Lena Malzahn fotografiert seit ihrem 16. Lebensjahr und hat ihr Hobby inzwischen zu einer eigenen Kunstform entwickelt. Sie nimmt ihre sehr farbintensiven Fotos mit einer Spiegelreflexkamera auf. Je nach Bildwunsch verwendet sie unterschiedliche Objektive und setzt häufig Filter davor.

Auf ihrer „Herzensinsel“ Wangerooge geht sie regelmäßig auf die Pirsch, verrät sie. Für einen Sonnenaufgang am Meer mit intensiven Farben steht sie auch schon mal auf, wenn andere Urlauber erst schlafen gehen. Das hat den Vorteil, dass ihr nicht andauernd Menschen vor die Linse laufen, denn sie entdeckt mit ihrer Kamera viel lieber Dünen, Strandhafer, Buhnen und ganz viel Meer. Aber nicht jedes Bild wird von ihr geplant oder komponiert. Mit sicherem Auge gelingen ihr auch spontan sehr wirkungsvolle Fotos.

Mit der Langzeitbelichtung erreicht sie ganz eigenartige Effekte, beispielsweise bei vom Wind gepeitschtem Strandhafer oder bei den sanften Wellenbewegungen. Die Langzeitbelichtung lässt die Bewegungen verschwimmen und zaubert dadurch eine besonders intensive Atmosphäre.

Für die Ausstellung im „C‘est la vie“ hat sie die Fotos im Großformat auf Leinwand drucken lassen. Durch diese aufwändige Arbeit werden die Strukturen auf dem Bild noch deutlicher erkennbar, und Stimmungen lassen sich dadurch steigern.

„Jedes Bild wird dabei zu einem Unikat“, erklärt die junge Fotokünstlerin, die erst kürzlich einen Wettbewerb der Deutschen Bahn gewonnen hat.

Lena Malzahn, Referendarin an einem Delmenhorster Gymnasium, und „C‘est la vie“-Chefin Christine Laurinat kennen sich aus ihrer Heimatgemeinde Stuhr. Privat und beruflich gingen sie völlig unterschiedliche Wege, die sich jetzt aber wieder kreuzten.

Für Malzahn ist es die dritte Ausstellung, für Laurinat die allererste in ihrem mit viel Liebe eingerichteten gemütlichen Café. Seit sie es im November eröffnet hat, bekam sie zwar schon Anfragen von Künstlern, doch ganz bewusst hat sie sich bei ihrer ersten Ausstellung für Fotografien von Lena Malhzahn entschieden.

Diese Fotos bilden den passenden Hintergrund für die Wohnaccessoires wie Geschirr, Textilien, Strandtaschen, Küchenutensilien und maritim wirkende Dekorationsstücke.

Geöffnet ist die Ausstellung noch bis Ende Mai.

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