Ausschuss votiert am Donnerstagabend einstimmig für Aufstellung des B-Plans

Bezahlbares Wohnen soll auf „Westeracker“ möglich sein

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Die Planer haben für dieses Areal noch jede Menge Gestaltungsspielraum.

Leeste - Von Sigi Schritt. Zwischen den Straßen „Westermoor“ und „An der Beeke“ soll ein neues Baugebiet mit rund 80 Wohneinheiten entstehen (wir berichteten). Der zuständige Ausschuss hat am Donnerstagabend einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 28 „Westeracker“ beschlossen. Damit beginnt das Verfahren, in dem nicht nur 60 Behörden, sondern auch Bürger die Möglichkeit haben, Eingaben zum Thema zu machen.

Auf dem 5,8 Hektar großen Gelände sollen 20 Einfamilienhäuser, zehn Doppelhäuser, 14 Reihenhäuser und 20 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen. Ziel sei, dass die neuen Gebäude in die bestehende Struktur einwachsen, sagte Rathausmitarbeiterin Viona Dropmann in die Runde der Ausschussmitglieder und der 32 Zuhörer. Für die Gemeinde sei zudem wichtig, dass in diesem Gebiet bezahlbares Wohnen möglich sein soll – deshalb hat die Verwaltung in einem städtebaulichen Vertrag mit den Vorhabenträgern – Sparkasse und Baucom – festgelegt, dass acht geförderte Wohnungen für Mieter vorbehalten sind, die einen sogenannten B-Schein vorweisen können.

Die Haupterschließung soll nach den ersten Planungen über die Straßen „An der Beeke“ und „Im Uhlenwinkel“ erfolgen. Doch die Planerin sagte auch, dass die Wege nicht im besten Zustand und auch sehr schmal seien. „Das sind Punkte, die im Verfahren zu prüfen sind.“

Verlegung des Regenrückhaltebeckens

Die CDU beantragte, das vorgesehene Regenrückhaltebecken weiter in Richtung Gänsebach zu verlegen und außerdem das Wohngebiet auch von der Straße Westermoor erschließen zu lassen. Bislang sei nur ein Stichweg für die Bewohner von 15 Wohnungen vorgesehen. Das wiederum kritisierte auch Anwohner Hans-Georg Enz (An der Beeke). Der Leester forderte die Planer auf, das Westermoor zu verbreitern, indem beispielsweise Ackerfläche dafür umgewandelt wird. Westermoor-Anliegerin Anne Jürgenlimke sieht einen Interessenskonflikt, zumal an ihrer Straße noch ein weiteres Baugebiet entstehen wird (wir berichteten).

Eine andere Zuhörerin, die nicht in Leeste wohnt, fragte, ob für das Vorhaben die Infrastruktur mit Kindergärten, Schulen und Ärzten ausreicht. Aktuelle Gutachten sehen in dieser Frage kein Problem, zukünftig will die Gemeinde genau diese Frage auch künftig eigenständig würdigen.

Bauleitplanverfahren könnte in einem Jahr abgeschlossen sein

Die Planer wollen das neue Gebiet als sogenanntes „Allgemeines Wohngebiet“ festsetzen. Das bedeutet laut Nadrowski, dass sich beispielsweise in einem Reihenhaus ein kleiner Betrieb ansiedeln könnte. „Ein Studio einer Kosmetikerin wäre also zulässig“, so Nadrowski.

Anwohner Nils Wetjen (An der Beeke) wollte wissen, ob die Landwirtschaft in der Nähe weiter ausgeübt werden könne. Seine Zweifel konnten die Vortragenden nehmen. So ist in Richtung Felder eine begrünte Kante vorgesehen, die einen sanften Übergang zu den landwirtschaftlich genutzten Feldern ermöglichen soll.

Das Bauleitplanverfahren könnte in einem Jahr abgeschlossen sein, so Nadrowski. Möglicherweise sei dann schon die Baustraße fertig. 2020 könnten die ersten Häuser gebaut werden.

Offene Fragen

Die SPD sieht laut ihrem Fraktionsvorsitzenden Frank Seidel jede Menge Fragen, die geklärt werden müssen. Es sei ein „charmantes Projekt“, sagte Annika Bruck von den Grünen, selbst Anliegerin vom Westermoor. „Man muss nur einmal über die Straße und schon ist man bei Rewe oder Netto.“ Ingrid Söfty (CDU) lobte die moderate Verdichtung, mahnte, über die verkehrliche Erschließung genau nachzudenken.

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