Konvoi bricht am 22. Mai nach Rumänien auf

„Biker-Brummi-Hilfe“: Von Bettwäsche bis zu Röntgengeräten

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Auf dem Hof von Dieter Wienberg (4.v.l.) wurden in Ristedt vier Sattelauflieger mit Hilfsgütern für Rumänien beladen. Trotz der anstrengenden Arbeit hatten die Mitglieder der von Dr. Hermann Munzel (2.v.l.) geleiteten „Biker-Brummi-Hilfe“ Spaß daran. 

Weyhe / Ristedt - Hochbetrieb herrschte am Sonnabend auf dem Hof Wienberg in Ristedt, wo vier große Sattelauflieger für einen Hilfstransport nach Rumänien beladen wurden. Diese bilden nur einen Teil des großen Hilfsgüter-Transportes, der aus insgesamt 22 Lastern besteht und am 22. Mai nach Rumänien aufbricht. Empfänger sind dort von Mitgliedern der „Biker-Brummi-Hilfe“ besichtigte Krankenhäuser sowie eine private christliche Einrichtung in verschiedenen Städten des Landes. Die rund 20 Freiwilligen schleppten die Güter aus der großen Lagerhalle des Hofes Wienberg zu den Lkw. Größere Gegenstände hoben sie per Gabelstapler auf die Ladeflächen.

Der erste Zug hat Güter für die Diakonie in Alba Iulia (früher Karlsburg) in Siebenbürgen an Bord. Rollstühle, Gehhilfen und Rollatoren sind für die Wohnheime der Stadt bestimmt. Die Diakonie der Kommune erhält Gebrauchtkleidung, um sie zu verkaufen und mit dem Erlös soziale Angebote in der Region finanzieren zu können.

Ein weiterer Laster transportiert Bücher für ein deutsches Kulturzentrum in Craiova. Diese wurden in Norddeutschland eingesammelt und auf 15 Paletten verpackt. Ein Kinderkrankenhaus in Fogaras bekommt Betten, weitere „Brummis“ bringen Hilfsgüter nach Viseu de Sus.

Zu den Spenden privater und öffentlicher Einrichtungen gehören Mobiliar, Krankenhausbetten, Bettwäsche, Röntgen- und Ultraschallgeräte sowie andere Medizintechnik. Ein Lastwagen wurde mit dem Inventar beladen, das eine katholische Jugendeinrichtung in Stuttgart zur Verfügung gestellt hatte. Dieses Mobiliar hatte die Delmenhorster Spedition Mahlstedt als Rückfracht kostenlos nach Ristedt transportiert, wo es bis zur Verladung – ebenfalls kostenfrei – auf dem Hof Wienberg zwischengelagert wurde.

Dr. Hermann Munzel, Leiter der „Biker-Brummi-Hilfe“, sowie seine zahlreichen Freunde und Helfer in Deutschland und im Ausland möchten mit dieser Aktion einen sichtbaren Beitrag zur europäischen Integration leisten. „Solidarität und Integration in Europa“ lautet das Motto dieser Hilfe, die unter der Schirmherrschaft der Europäischen Union (EU) läuft.

„Dass die Spenden auch dort ankommen, wo sie benötigt werden“

Schon häufiger hat die Dachorganisation „Bikers of Europe-Charity“ Hilfstransporte nach Weißrussland und in die Balkanländer geliefert. Bevor sie die Ziele festlegen, begeben sich die Organisatoren auf eine „Scouting-Tour“ in die Empfängerstaaten, um sich über die dortigen Bedürfnisse zu informieren.

Bei diesen Touren werden sie von Politikern, Abgeordneten und Präfekten der Regionen begleitet und beraten. „Durch diese direkte, persönliche Zusammenarbeit ist gewährleistet, dass die Spenden auch dort ankommen, wo sie benötigt werden“, ist sich Hermann Munzel sicher. In Rumänien war auch das Demokratische Forum eine große Hilfe, das durch seine Vorsitzenden im rumänischen Parlament vertreten ist.

In den nächsten Wochen wollen die Helfer weitere Auflieger beladen, ein zweites Lager in Bissendorf wird geräumt. Dort formiert sich der aus 22 Lkw bestehende Konvoi, der nach einem Begrüßungsabend am 22. Mai nach Rumänien aufbricht.

Parallel zu dieser Hilfsaktion laufen schon die Vorbereitungen auf die nächsten Charity-Touren. Angedacht sind für 2018 Ziele in Bulgarien, im Kosovo oder in Nordgriechenland.

 bt

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