Bauausschuss lehnt FDP-Antrag auf Sanierung der Bahnhofstraße ab

„Besserer landwirtschaftlicher Weg“ muss noch warten

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Die Bahnhofstraße in Kirchweyhe.

Weyhe - Von Philipp Köster. Nach zweistündiger Bauausschusssitzung wurde es am Dienstagabend noch einmal turbulent. Es ging um einen Antrag der FDP zum Thema Bahnhofstraße. Ratsherr Marco Genthe erläuterte das Ansinnen, das die Liberalen Ende Februar an den Bürgermeister geschickt hatten.

Demnach sei der östliche Teil (ab der Einmündung der Straße „Auf dem Geestfelde“, die Red.) in einem schlechten Zustand, „etwas besser als ein landwirtschaftlicher Weg“, wie es Genthe zuspitzte. Es handele sich aber um eine wichtige Straße in Weyhe. Seine Partei gehe nicht davon aus, dass sofort mit den Bauarbeiten begonnen wird, aber die FDP will die Diskussion wieder anschieben, dass die Straße in „vernünftiger Weise ausgebaut“ werde.

Bei den anderen Parteien stieß Genthe nicht auf offenen Ohren. Ingrid Söfty (CDU) regte sich über Genthes Charakterisierung als besseren landwirtschaftlichen Weg auf. „Ich finde das unmöglich, das zu unserer Bahnhofstraße zu sagen“, ärgerte sich die Kirchweyherin. Es gebe eine Straßenausbauprogramm, „meines Wissens ist die Bahnhofstraße da nicht aufgeführt“, sagte sie. Viel eher seien Wege mit Schlaglöchern in Sudweyhe und im Jeebel zu sanieren. „Da mag man mit dem Auto nicht langfahren“, sagte sie.

Sie könne sich auch nicht vorstellen, dass die Anwohner darauf erpicht seien, für die Modernisierung zu zahlen, und die Gemeinde habe auch kein Geld dafür. Der Antrag der FDP weise inhaltliche Fehler auf, wenn er vom westlichen Teil der Bahnhofstraße als einer verkehrsberuhigten Straße spreche. „Das ist aber eine Tempo-30-Zone.“

Annika Bruck (Grüne) sagte, ihre Partei habe sich nicht ganz so geärgert über den Antrag wie die CDU, aber auch sie verwies auf das Ausbauprogramm und andere „Schlaglochpisten“. Sie räumte ein, dass es sich um eine besondere Straße handele, „wir fahren aber besser damit, nach objektiven Kriterien zu vorzugehen“ bei der Sanierung. Bruck ging zudem davon aus, dass der zuständige Fachbereich genug zu tun habe. Frank Seidel (SPD) sagte, die Gemeinde könne nicht einfach eine Straße vorziehen. Ob die Bahnhofstraße überhaupt im 20 Wege umfassenden Sanierungskatalog auftauche, wollte er von der Verwaltung wissen. Das verneinte Baudirektor Steffen Nadrowski. Zudem müssten die Anwohner mit einer Kostenbeteiligung von rund 50 Prozent rechnen.

Am Ende votierte nur Marco Genthe für den Antrag, „Vorstellungen für die Fertigstellung zu entwickeln“. Die anderen Parteien stimmten dagegen.

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