Ausbildung im Ärztehaus

Physiotherapeut: Beruf mit glänzenden Aussichten

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Im Rudolf-Virchow-Haus ist die Reha-Weyhe angesiedelt, mit der die Ludwig-Fresenius-Schule kooperieren will.

Leeste - Von Julia Kreykenbohm. Physiotherapeuten haben glänzende Aussichten, ist sich Georg Hövemann sicher. Er ist Bezirksleiter der Ludwig-Fresenius-Schulen, die diese ausbilden. Physiotherapeuten würden gesucht, denn der demografische Wandel schreitet voran. „Hinzu kommt, dass sich das Freizeitverhalten verändert hat. Die Menschen sitzen einfach mehr, meist vor dem Computer. Dadurch entstehen neue Krankheitsbilder, mit denen sich die Physiotherapie beschäftigt.“ Und eine Schule für junge Leute, die sich diesem Beruf verschreiben wollen, entsteht in Weyhe.

An der Hauptstraße 55 wird gerade das Gebäude umgebaut, um den Anforderungen einer Schule gerecht zu werden. Warum Weyhe? „Die Räume dort sind ideal“, schwärmt Hövemann. Dort seien viele Parkplätze bereits vorhanden. Außerdem gibt es eine enge Kooperation mit Reha-Weyhe. „Inhaber Jens Uhlhorn ermöglicht unseren Schülern, ihr Wissen in seinen Räumen anzuwenden. Damit wird der Unterricht noch praxisbezogener und realistischer.“ Eine solch enge Kooperation sei laut Hövemanns Wissen sehr selten – im Bezirk vielleicht sogar einzigartig.

Eröffnet werden soll am 1. Oktober. Für die erste Zeit wird der Standort in Delmenhorst der Fresenius-Schulen eine Art „Schwestern-Funktion“ übernehmen. Doch nach und nach soll das Gebäude in Delmenhorst aufgegeben und Weyhe der Hauptschulort werden. „Ziel ist es, dass die Schüler aus Delmenhorst 2018 nach Weyhe gehen. Mit ihnen kommen auch die Schwerpunkte Altenpflege und Ergotherapie“, sagt Hövemann.

Platz für insgesamt drei Jahrgänge

Insgesamt bietet die neue Schule genug Platz, um drei Jahrgänge beschulen zu können, also insgesamt etwa 120 Schüler. „Und die, die dort ausgebildet werden, kriegen in der Regel sofort einen Job. Wir legen Wert darauf, dass die Ausbildung immer auf dem neuesten Stand ist. So gehört eine gründliche EDV-Schulung in jedem Fall dazu.“

Also leiden die Physiotherapeuten noch nicht unter Nachwuchsmangel? Hövemann verneint. „Wir bekommen unsere Klassen jedenfalls immer voll. Aber wir sind natürlich trotzdem auf Berufsmessen unterwegs, um junge Leute zu gewinnen und sie auf die Arbeit aufmerksam zu machen.“ Denn der Beruf habe sich mit den Jahren stark verändert. Es werde viel mit Robotertechnik gearbeitet und auch die Bezahlung habe sich verbessert.

Was sollten Interessierte mitbringen? „Einen Realschulabschluss, Interesse an Medizin und Sport und natürlich keine Scheu vor körperlichen Kontakten“, sagt Hövemann. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre. Schon jetzt können sich junge Leute um einen Platz an der Schule in Weyhe bewerben. Weitere Infos gibt es telefonisch unter 0221/92151214, per E-Mail an weyhe@ludwig-fresenius.de oder im Internet. Am Standort Delmenhorst wird außerdem jeden Mittwoch ab 15 Uhr eine Info-Sprechstunde angeboten.

In den nächsten Monaten will Hövemann Gespräche im Rathaus führen und Kontakte in der Gemeinde knüpfen, denn die Schule soll nicht für sich allein stehen, sondern in ein Netzwerk eingebettet werden. Auch ein Tag der offenen Tür ist geplant, sobald die Räume fertig sind und „man etwas zeigen kann“. Das Datum dafür werde noch bekannt gegeben.

„Wir sind sehr gespannt, wie sich die Kooperation mit Reha-Weyhe entwickelt und die Schule angenommen wird“, sagt Bezirksleiter Hövemann.

www.ludwig-fresenius.de

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