Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfe mit Überraschungsauftritt

Mit maritimem Liedgut per Du

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La Paloma ohe, einmal muss es vorbei sein: Bovenschulte gewohnt text- und tonsicher.

Kirchweyhe - Von Uwe Goldschmidt. Auf große Fahrt ging es am Freitagabend in der Aula der Kooperativen Gesamtschule Kirchweyhe. Zugunsten der Flüchtlingshilfe in Weyhe traten dort drei Shantychöre auf. Die Ortsgruppe Kirchweyhe im Deutschen Roten Kreuz (DRK) hat dieses Konzert unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Andreas Bovenschulte in nur kurzer Zeit auf die Beine gestellt.

Nach der Begrüßung der rund 200 Zuhörer durch die DRK-Vorsitzende Ingrid Söfty lobte Bovenschulte das Engagement der Weyher sowie das Zusammenwirken von Verbänden, Bürgern und Gemeinde bei der Flüchtlingshilfe. „Symbolisch wird gezeigt: Wir gehen die Aufgabe gemeinsam an“, so der Schirmherr.

Schulleiterin Karin Busch führte an, dass bereits rund 300 Flüchtlingskinder an der Schule die deutsche Sprache gelernt hätten und so ein wichtiger Beitrag zur Integration geleistet worden sei.

Die Leester Schlickrutscher sowie die Shantychöre Dümmer See und WSV Hoya hatten ihre Bereitschaft zur Teilnahme an diesem Projekt sofort zugesagt und verzichteten auf ihre Gage.

Mit Liedern von Fremde, Ferne und weiten Meeren ging es dann auf die musikalische Weltreise. Als erstes übernahmen die Shantys aus Hoya das Kommando und stimmten die Gäste mit „Hell die Gläser klingen“ auf eine feucht-fröhliche Überfahrt ein. Bei den Shantys, die ursprünglich die Arbeitslieder an Bord waren, geht es auf lustige Weise oft um das Thema Liebe, aber auch um lustige Seemannsweisheiten. So heißt es in einem Lied: „Keine Frau ist so schön wie die Freiheit – und kein Mann ist so schön wie sein Geld“, das der Dümmer Shantychor vortrug.

Zwischen den Liedern erzählten die Solisten kleine, aus Seemannsgarn gestrickte Anekdoten. Speziell die Potpourris („Heut geht‘s an Bord“ und „Nimm uns mit, Kapitän“) fanden großen Anklang bei den Gästen und sorgten für Stimmung.

Den zweiten Teil des Abends eröffneten die „Leester Schlickrutscher“ unter der Leitung von Alexandra Brünner. Die studierte Musikerin hat erst im Mai dieses Jahres bei den Leestern das musikalische Kommando übernommen. Mit „Anchors aweigh“, „Die Windjammer kommen“ und „Capitano“ ließen auch sie bei den Zuhörern Fernweh aufkommen.

Abwechselnd ging es mit den anderen Chören weiter. Starken Applaus und Bravo-Rufe bekam dabei der Shanty-Chor Dümmersee für den besonders dynamisch und kraftvoll gesungenen Hit von Freddie Quinn, „Sie hieß Mary-Ann“, aus dem Jahr 1956.

Als besonders spontan erwies sich im Verlauf des Abends Bürgermeister Bovenschulte. Zusammen mit den Schlickrutschern sang er ebenso ton- wie textsicher „La Paloma“ und überraschte damit ebenso das Publikum wie die Sänger. Nachdem die Leester ihren eigenen Auftritt mit „Bora Bora“ beendet hatten, versammelten sich zum Abschluss des Abends alle Seebären auf der Bühne und sangen gemeinsam das Lied „Wo die Nordseewellen“ und gaben so noch einmal die letzte Gelegenheit zum Mitsingen und Mitschunkeln.

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