Hip-Hop-Workshop im Trafo-Jugendhaus

Als Belohnung eine perfekte Choreografie

Das Trio hört auf die Anweisungen der Hip-Hop-Tanzlehrerin Michelle Hümpel aus Bremen. - Foto: Ehlers

Kirchweyhe - Von Angelika Kratz. „Beim Hip-Hop stehst du, beim Breakdance liegst du“, lautet eine Beschreibung aus der Tänzerszene. Das Stehen mit genau den richtigen Körperbewegungen zum Hip-Hop wollte das Trafo-Team am Freitag mit einem Workshop vermitteln. Eigentlich eine tolle Idee für bislang verregnete Herbstferien. Damit könnten so manche Daumen an den Spielkonsolen pausieren. Doch wie so oft bei guten Dingen, kam kaum ein Interessent, um sie auszuprobieren. „Chef“ Till Wörner und Lara Lemmermann, die gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, machten dennoch gute Miene und aktivierten Bekannte.

Benjamin kommt aus Frankreich und ist eigentlich ein Hip-Hop-Begeisterter. Mit Workshop-Leiterin Michelle Hümpel bekam der junge Mann schließlich einige neue Einheiten – perfekte Sprachkenntnisse waren nicht notwendig.

Gerade einmal 18 Jahre alt ist Michelle Hümpel, die nach ihrem Fachabitur eine Ausbildung zur Tanzlehrerausbildung begonnen hat. Eigentlich wollte die seit dem fünften Lebensjahr tanzenden junge Frau viel eher anfangen. Aber hinsichtlich gesetzlicher Auflagen und dem Verbot später Auftritte am Abend für Jugendliche habe sie mit dem Fachabi eine Art Warteschleife eingelegt. Hümpel berichtete, sie sei Mitglied der Bremer Weltmeisterformation. Das sei wohl auch ein Grund, weshalb sie im Trafo die Messlatte hoch anlegte. Mangels der gewünschten Kandidaten aus der Kinderkategorie, gab das Team vom Trafo sein Bestes. Zum „Warm-up“ stellten sich Till, Lara und Benjamin auf, während Michelle mit den ersten Bewegungen eine Kostprobe des Bewegungsspektrums eines Profis gab.

Erstaunliche Beweglichkeit bewiesen

„Seitlich, jetzt nach vorne, auf die Erde, die Beine anheben“ und alles im zügigen Takt“, lauteten die Kommandos. Das Trio versuchte, die Knie auf den Boden zu bekommen und die Hände im richtigen Winkel abzuknicken. Auf der gemütlichen Couch hustete indes Michelles Freund Tobias in seinen dicken Schal und schaute mit leicht mitleidigem Blick auf sein Smartphone. „Er hat Männerschnupfen“, lautete die Entschuldigung, am schweißtreibenden sportlichen Tanzen nicht teilnehmen zu müssen.

Michelle Hümpel war in ihrem Element. Bei der Anweisung „ein Bein nach hinten und dann das andere vorne dran“, verzog Wörner ein wenig sein Gesicht, obwohl er wie Lara erstaunliche Beweglichkeit bewies. So manche Arme schienen zu kurz und so manche Beine zu lang zu sein, aber Benjamin, Till und Lara wurden immer besser. „Fünf, sechs, sieben, acht“ – die Akteure waren im Takt. Am Ende hat eine dreiminütigen perfekte Choreografie die vielen Schweißtropfen gekrönt.

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