Leester Abgänger zaubern mit Kreativität aus funktionalem Gebäude einen Tanzsaal

Bekenntnis zur Tradition: Abiball diesmal wieder in der Aula

Wo einen Tag zuvor Astronaut Thomas Reiter Grundschülern das Leben auf den Raumstationen Mir und ISS erklärte, feierten sie in der zum Tanzsaal umfunktionierten Aula eine lange Abiball-Nacht (v.l.): Jana Hinrichsen, Anna Müller, Rüdiger Hinrichsen, Annika Möller, Annalisa Broekmann, Theo Fohne, Lehrerin Uta Klagge, Felix Bernhard, Mona Marit und Sabrina Langejürgen. - Foto: Schritt

Leeste - Von Sigi Schritt. Nicht weit von der Sporthalle, dem Ort ihrer Verabschiedung, haben die Abiturienten der KGS Leeste am Sonnabend mit einer rauschenden Ballnacht das Ende ihrer Schulzeit gefeiert. Die Schüler hatten die wenige Meter entfernte Aula mit zahlreichen Lichteffekten in einen eleganten Tanzsaal verwandelt und tanzten bis in die Morgenstunden.

Hatten vor zwei Jahrzehnten so manche Eltern an gleicher Stelle nur harte Bierbänke vorgefunden, durften die Gäste diesmal auf chilligen Loungemöbeln Platz nehmen. „Ich bin angenehm überrascht, was die Schüler gezaubert haben. Mein Kompliment“, lobte der Unternehmer Rüdiger Hinrichsen. Dieser Jahrgang habe eindrucksvoll bewiesen, dass man mit gutem Geschmack und Kreativität viel erreichen kann. Solch ein Partyort habe Tradition und Seele zugleich befanden einige KGS-Ehemalige, die in den 1980er und 1990er-Jahren ihr Abitur gebaut hatten und nun die friedliche Nacht aus der Sicht der Mütter- und Väter-Perspektiven erlebten. Sie seien froh gewesen, dass sich der Jahrgang ihrer Kinder – ebenfalls wie sie – für eine Feier auf dem Schulgelände entschieden hatte. Der aktuelle Eintritt sei samt den Gutscheinen für Getränke erschwinglich und sei auch für finanzschwache Familienmitglieder und Freunden stemmbar gewesen.

Im Gegensatz zum diesjährigen Abi-Jahrgang, der sich das Motto „Glabiator“ gegeben hatte, hatten die beiden Jahrgänge davor es vorgezogen, in Bremen auf die Schulzeit anzustoßen. Manche Eltern und Lehrer kritisierten damals die hohen Eintrittspreise verbunden mit Taxikosten.

Abiball der KGS Leeste

Schon bald werden die Abgänger mit der bescheinigten Hochschulreife ausschwärmen, um beispielsweise Universitäten in anderen Bundesländern zu besuchen. Sie wollen auch zur Bundeswehr, ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren oder wie Sabrina Langejürgen (17) ein duales Studium bei der Bremer Polizei beginnen. „Ich möchte keinen Schreibtischjob“, begründete sie ihre Entscheidung. Es geht für manche sogar ins Ausland: Alica Maria Welzel fliegt im August nach Neuseeland, um dort ein längeres Praktium zu absolvieren. Sie stebt eine Karriere in der Modewelt an.

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