„Bedeutung der Region wächst“

Vorstand des Kommunalverbunds Niedersachsen-Bremen tagt erstmals in Weyhe

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Der Vorstand des Kommunalverbandes in Weyhe: (vorne, v.l) Kritian Tangermann, Dirk Kühling, Alice Gerken sowie (mitte, v.l.) Andreas Bovenschulte, Susanne Krebser, Bianca Urban und (hinten, v.l.) Franz Bittner, Jörg Sommer und Suse Laue.

Weyhe - Von Katharina Schmidt. Grenzen zwischen Kommunen bestehen für viele Menschen in erster Linie auf Papier. Wer zum Einkaufen fährt oder ein Konzert besuchen will, schert sich in der Regel nicht darum, wo genau Weyhe aufhört und wo Bremen beginnt. Auch auf politischer Ebene müssen manche Ideen grenzübergreifend diskutiert werden. Ein gutes Miteinander zwischen Bremen und den umliegenden Gemeinden ist daher Ziel des Kommunalverbunds Niedersachsen-Bremen. Gestern hat dessen Vorstand zum ersten Mal in Weyhe getagt.

Bisher gingen die Treffen immer in Delmenhorst über die Bühne. Dort ist die Geschäftsstelle des Kommunalverbunds. Künftig sollen die Vorstandsmitglieder öfter an anderen Punkten der Region zusammenkommen. Nicht zuletzt, um mehr Präsenz zu zeigen.

Der Verbund besteht seit 26 Jahren. Es handelt sich um einen freiwilligen Zusammenschluss von 28 Städten und Gemeinden, darunter Bremen, Weyhe, Stuhr, Syke, Bassum und Twistringen. Jedes Mitglied hat gleich viel Mitspracherecht – Dötlingen genauso wie Bremen. Insgesamt ist der Wirkungsbereich des Verbunds in etwa so groß wie das Saarland. Darüber hinaus ist er mit ähnlichen Verbänden in anderen Ballungsräumen vernetzt.

Wirklich bekannt ist der Verein vielen der mehr als eine Million Menschen, die in den Mitgliedskommunen leben, dennoch nicht. Das liegt in der Natur der Sache: Der Zusammenschluss ist nicht direkt für Bürger da, sondern für Städte und Gemeinden.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte war gestern nicht nur Gastgeber, sondern er sitzt dem Kommunalverbund seit 2015 vor. Auch sonst ist Weyhe gut vertreten: Bauamtsleiter Steffen Nadrowski ist Sprecher der Arbeitsgruppe Planung des Gremiums, Hedda Stock und Tina Fischer von der Gemeindeverwaltung gehören zu den Köpfen der Arbeitsgruppe Kultur.

Doch was steht auf der Tagesordnung, wenn Mitglieder des Verbunds so wie gestern zusammenkommen? Ein zentrales Thema ist laut Bovenschulte die Steuerung des großflächigen Einzelhandels. Also die Frage: Wie kann verhindert werden, dass Geschäfte an Stellen kommen, an denen sie die Innenstädte schwächen? Häufiger Diskussionspunkt ist laut dem Vorsitzenden außerdem die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Es fehle insbesondere an kleinen Wohnungen in zentraler Lage. Darüber hinaus drehen sich Gespräche der Vorstandsmitglieder um Aspekte wie Mobilität, die zunehmende Bedeutung des Fahrrads für Pendler, Krankenhäuser oder das vom Verbund organisierte Gartenkultur-Musikfestival.

„Objektiv gesehen wächst die Bedeutung der Region“, stellt Bovenschulte fest. Ein Indiz dafür sei die stark steigende Zahl der Einpendler.

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