Baumschule Lehmann stellt Platz zur Verfügung / Gruppe ist voller Tatendrang

Umzug bei den Naturrangern

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Die Weyher Sielmanns Naturranger sind umgezogen und haben ihr großes, weißes Tipi nun auf dem Gelände der Baumschule Lehmann aufgestellt.

Weyhe - Von Angelika Kratz. Die Kinder- und Jugendortsgruppe der Weyher Sielmanns Naturranger ist gerade umgezogen. Denn das Gelände, auf denen das Tipi bisher stand, wird zum Industriegebiet.

Die Mädchen und Jungen schafften ihr Eigentum auf das Gelände der Baumschule Lehmann. Inhaber Lothar Kattner ist begeistert von der Idee, Kindern und Jugendlichen den Naturschutz als positive Lebensphilosophie durch direktes Erleben näher zu bringen.

Auf einer Umweltmesse traf er Teamleiterin Martina Weris, die ihm von der im Oktober 2013 erhaltenen Fördermaßnahme des WWF berichtete. Die Sielmanns Naturranger Weyhe konnten im Rahmen des Wettbewerbs „Wildes Deutschland“ die Jury mit ihrem Projekt „Wilde Schätze der Natur – die Wildkräuter“ überzeugen. Sie erhielten damals 2000 Euro. Aber wohin mit dem Geld, wenn kein Grundstück da ist?

Lothar Kattner dachte nicht lange nach, denn er wollte schon lange einen Wildkräutergarten haben.

Im April dieses Jahres konnten die Ranger daher am Bruch in Kirchweyhe ihr Tipi aufstellen. Sie fühlen sich in der neuen Wildnis sehr wohl und sind voller Tatendrang.

Gerade hat Lothar Kattner die Wiese und den Weg gemäht, aber das soll nicht zur Regelmäßigkeit werden. „Nur damit die Besucher besser durchkommen“, sagt Martina Weris. Der Raum soll naturbelassenen bleiben.

Es riecht nach Pizza. Die Stückchen verraten viel über die Zutaten. Neben Tomaten liegen Wildkräuter auf dem Teig. Diese haben die beiden Ranger Tilo und Tim zusammen mit Neuzugang Michel gesammelt. Die drei Jungs verfügen über ein erstaunliches Wissen. „Den Ampfer kann man wie Weinblätter mit Frischkäse füllen.“ Der mittlere Breitwegerich sei gegen Insektenstiche gut und der Spitzwegerich gegen Husten. Zudem zeigten die 14-Jährigen ihrem Schützling Michel Weißklee und Girsch. Bei letzterem müsse man sehr genau auf den dreieckigen Halm schauen. Diese Art sei bestens für die Niere geeignet. „Der Gundermann ist hingegen gut für offene Wunden“, sagt Tim.

Im Tipi schwärmen währenddessen Tim und Tilo von ihrer neuesten Idee, Wildbienen anzusiedeln.

Es gibt noch viel zu tun auf dem Gelände. Die Gruppe will einen Teich buddeln und demnächst die ersten Wildkräuterbeete anlegen.

Wie groß das Gelände für die Ranger endgültig sein wird, steht noch nicht fest. Nach Lothar Kattners Ansicht, sei es ausbaufähig. Das freut natürlich Martina Weris und ihre Gruppe.

Diese trifft sich jeden Donnerstag zwischen 16 bis 18 Uhr. Im Anschluss finden je nach Bedarf Wildkräuterführungen und Workshops zur Herstellung von Salben, Seifen, Tees und Tinkturen statt.

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