Baubetriebshof räumt ab 3.30 Uhr die Gemeindestraßen nach Zweistufenplan

Morgenstund‘ hat Salz in den Streuwagen

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Wie hier in Leeste waren die Mitarbeiter des Baubetriebshofes am Montagnachmittag noch damit beschäftigt, die Fußwege zu räumen und abzustreuen.

Weyhe - Von Philipp Köster. Der Wintereinbruch hat den Baubetriebshof auf den Plan gerufen. Am Sonntag ab 5 Uhr und am Montag bereits ab 3.30 Uhr waren Mitarbeiter in sechs Fahrzeugen damit beschäftigt, Gemeindestraßen zu räumen und zu streuen, berichtet Dieter Jabben, stellvertretender Leiter des Bauhofs.

Demnach waren vier Kleingefährte auf Fuß- und Radwegen unterwegs sowie zwei größere Räumautos auf den Straßen. „Zusätzlich haben zwei Leute zum Beispiel am Bahnhof im Einsatz, um den Niedergang zu den Gleisen von der Straße aus zu räumen“, sagt Jabben. Der Aufgang zu den Gleisen ist Bahngelände und fällt nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde. Ohnehin sei dank der neuen Überdachung nicht so viel Schnee in die Zugänge gerieselt.

Außer dort hätten sich die beiden Mitarbeiter auch um die Fläche vor der Sozialstation und vor Altenwohnungen gekümmert.

Am Sonntagmittag habe der Bauhof die Arbeiten vorläufig eingestellt. „Ab dann hat es ja ununterbrochen geschneit. Will man dann immer wieder anfangen, zu schieben?“, fragt Jabben rhetorisch.

Stattdessen begann der Bauhof gestern in der Frühe wieder mit seinem Dienst. Dabei arbeitete er die kommunalen Straßen nach einem festen Zweistufenplan ab. Die Stufe 1 umfasst das Vorranggebiet mit dem Marktplatz-Areal und dem Bahnhof. „Wenn wir Luft und genügend Salz haben, nehmen wir uns die 24 Straßen der Stufe 2 vor. So auch am Sonntag und Montag.“ Das sind zum Beispiel im Bezirk westlich der Bahn die Erichshofer und die Hombachstraße, die Böttcherei, die Daimlerstraße, der Schmale Bruch, die Jahnstraße und das Weidufer. Östlich der Bahn umfasst die Stufe 2 den Meyerkamp, die Scharmarsch, die Kleine Heide, Am Kuhzaun, In den Fuhren, Achtern Busch und die Straße Am Fuhrenkamp.

Die Auflistung zeigt, dass für die Hauptverkehrsachsen wie zum Beispiel die Hauptstraße nicht die Gemeinde zuständig ist, vielmehr der Landkreis. „Das klappt, die haben sogar schon um 3 Uhr angefangen“, berichtet Dieter Jabben vom gestrigen Einsatz.

Wenn der Bauhof noch genügend Salz in den beiden Silos und zeitliche Kapazitäten frei hat, „geht es an die Kür, wie wir das nennen. Das sind Straßen, die schlimm aussehen“, aber eben nicht unter die Stufen 1 und 2 fielen. „Kür deshalb, weil es eine freiwillige Leistung der Gemeinde ist.“

Nicht freiwillig – weil eine Pflicht der Bürger – ist laut Jabben die Räumung von Fuß- und Radwegen sowie Straßen auf einen Meter Breite vor dem Haus gemäß der Straßenreinigungssatzung der Gemeinde, die auch den Winterdienst einschließt.

Auch für die Nacht auf Dienstag rechnete Jabben gestern „mit Sicherheit“ mit einem Einsatz seiner Leute. Erst Mitte der Woche soll es wieder milder werden und tauen – und die Beschäftigten des Baubetriebshofs können um 3.30 Uhr noch in den Federn bleiben.

Die Autofahrer scheinen übrigens angepasst auf die Wetterverhältnisse reagiert zu haben. Der Polizei lagen gestern Nachmittag jedenfalls keine Informationen über Unfälle vor.

Laut Dieter Jabben war der Einsatz am Sonntag und Montag der erste Winterdienst in dieser Saison. Er rechnet damit, dass in dieser Woche zehn bis zwölf Tonnen Salz gestreut werden. Die Gemeinde hat zwei Silos mit 50 und 25 Tonnen Kapazität. Weil eine der Lagerstätten nicht ganz voll war, hat Jabben bereits knapp 25 Tonnen nachbestellt, um in Kürze wieder einen hundertprozentigen Vorrat vorzuhalten. Die Gemeinde wird von zwei Anbietern mit Salz beliefert, dem deutschen Straßendienst und der Firma Nordsalz. Lieferengpässe wie vor einigen Jahren, als zudem die Preise in die Höhe schossen, sollte es nicht mehr geben. Bei Nordsalz zum Beispiel hat Weyhe Jabben zufolge ein festes Kontingent eingelagert, das nach Abruf innerhalb von 48 Stunden geliefert werden kannn.

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