Eichen, Buchen und Birken: Finke Bedachung setzt 75 Laubgehölze ins Erdreich ein

2,5 Kilometer langes Band aus Bäumen

Zeigen die Aufforstungsfläche zwischen Leeste und Melchiorshausen: Der Umweltbeauftragte Ulf Panten und die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith.
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Zeigen die Aufforstungsfläche zwischen Leeste und Melchiorshausen: Der Umweltbeauftragte Ulf Panten und die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith.

Vereine, Bürger und auch Firmen haben sich in den vergangenen Jahren erfolgreich am Aufforstungsprojekt beteiligt, das sich in Weyhe über die Ortsteile Leeste und Melchiorshausen erstreckt und jetzt in die Endphase geht. Der Umweltbeauftragte der Gemeinde, Ulf Panten, sieht das Projekt auf gutem Weg. Ziel: die Waldgebiete in den Melchiorshauser Fuhren sowie am Böttchers Moor in Leeste miteinander zu verbinden.„Um das zu ermöglichen, wurden rund 21 000 Bäume und Sträucher gepflanzt“, so Panten.

Weyhe - Die Gemeinde hatte vor mehreren Jahren durch den Tausch von Grundstücken die entsprechenden Ackerflächen erhalten, um ein 2,5 Kilometer langes Band aus Bäumen zu realisieren. Am Freitagnachmittag haben Mitarbeiter des Dachdeckerbetriebs Finke 75 Bäume gepflanzt – unter Anleitung von Ulf Panten sowie von Landschaftsgärtner Florian Mategka. Die beiden Angestellten der Gemeindeverwaltung gaben den rund 20 Dachdeckern jede Menge Tipps, wie sie jungen Eichen, Buchen, Robinien, Birken und die Feld-Ahörner in den Boden bringen. Jeder Baum bekommt ein Pflanzloch: Presslinge aus Schafswolle werden hineingefüllt. Sie sollen laut Mategka bewirken, dass Mäuse nicht an den Wurzeln knabbern. Es folgt ein Pfahl, der am Pflanzloch Richtung Westen eingerammt wird. An ihn wird der Stamm angebunden. „Der Wind kommt meistens aus dieser Richtung. Wird der Baum Richtung Osten gedrückt, hält ihn der Pfahl“, erklärt Ulf Panten. Die Wurzeln sollen nicht eingeengt werden. Der Raum zwischen Ballen und den Rändern des Pflanzlochs sollte möglichst mit Erde angedrückt werden. Steht der Ballen etwas zu hoch, macht das nichts. Schlimmer sei es, wenn sich der Ballen zu tief in der Erde befindet, sagt der Landschaftsgärtner.

Wer jetzt denkt, dass Bäume schon in wenigen Jahren zu einer stattlichen Größe von 25 Metern herangewachsen sind, der irrt. „Sie müssen 30 bis 40 Jahre wachsen, bis sie eine schöne Höhe haben“, so Florian Mategka.

Ulf Panten glaubt, dass zahlreiche Sträucher noch dazukommen. „Die Natur soll ihre eigenen Pflanzen etablieren.“ Von ganz alleine würden Beerensträucher von den Vögeln eingetragen. Wenn es Mutterbäume in der Nähe gibt, dann würden leichtsamige Bäume wie Birken oder Pappeln Fuß fassen.

Die Gemeinde wird auch die neu gepflanzten Bäume wässern. Das müssten nicht die machen, die sie einpflanzen. Ein Traktor transportiert einen 6 000 Liter fassenden Wassertank zum Areal. Der Fahrer bedient einen Teleskop-Arm, an dem ein Schlauch befestigt ist, um in einen Bewässerungsteller zehn Liter Wasser einzuleiten. Die Bewässerung der Bäume mit Grundwasser sei sichergestellt. Wenn der Trecker in der nächsten Woche kommt, dann werden durch die Wässerung die Wurzeln eingeschlemmt.

Angst vor Verbissschäden durch Rehwild habe Ulf Panten nicht. Einen Wildzaun zum Schutz der gepflanzten Bäume werde installiert. Mit Verbissschäden müsste man hauptsächlich im Februar / März rechnen. Bis dahin sei der Zaun längst gezogen.

Von Sigi Schritt

Rammen einen Pfahl in den Boden: Dachdecker-Azubi Christian Plate (l.) und Meister André Rohlfs.

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