Bahnhofs- und interkulturelles Familienfest mit umfangreichem Programm

Doppelte Party, die für das gute Miteinander steht

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Internationale Köstlichkeiten gab es an Ständen im Rahmen des Familienfestes.

Kirchweyhe - Von Bernd Ostrowski. „Es erwartet Sie heute ein umfangreiches Programm zum Thema Eisenbahn und ihre Geschichte in Weyhe“, begrüßte Bürgermeister Andreas Bovenschulte die Besucher des Bahnhofsfestes am Sonnabend.

Es war laut Verwaltungschef sozusagen eine doppelte Feier, denn das interkulturelle Familienfest, das Mitte September wegen des Aufmarsches von Rechtsextremen aus Sicherheitsgründen abgesagt worden war, war nun ins Bahnhofsfest integriert worden. Für sein Statement, dass Weyhe damit ein Zeichen setzen wolle, dass man sich nicht von nationalsozialistischen Demonstranten vorschreiben lasse, welche Veranstaltungen in Weyhe über die Bühne gehen und welche nicht, erntete er Beifall von den Besuchern. Der Tag der deutschen Einheit am dritten Oktober stehe schließlich für ein gutes Miteinander, eine Tugend, die in Weyhe sehr wohl praktiziert werde.

Die Kulturbeauftragte Tina Fischer freute sich über das sonnige Wetter, denn damit stehe oder falle so eine Veranstaltung. Insbesondere für die Kinder hatte sie zahlreiche Überraschungen parat. So konnten sie sich schminken lassen oder auf einer Hüpfburg herumtoben. Ein Bungee-Springgerät stand bereit, und vor dem Bahnhofsgebäude waren Kinderfahrzeuge von „Oscars verrücktem Fuhrpark“ verteilt, auf denen die Kleinen ihre Runden drehen konnten.

Gemeindearchivar Wilfried Meyer hatte eine Diashow vorbereitet, die er den Gästen in der alten Bahnmeisterei zum Thema Eisenbahngeschichte in der Gemeinde vorführte. Diese alte Bahnmeisterei, die heute dem Dampflok-Verein gehört, sei von den Aktiven in liebevoller Kleinarbeit zu dem gemacht worden, was sie heute sei, nämlich zu einem attraktiven Veranstaltungsraum. „Alles, was wir heute an Eintrittsgeldern erwirtschaften, kommt dem Verein zugute“, erzählte Meyer. Dieser Verein lebt ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen, die sich sehr im Rahmen hielten, und von Spenden. Das bestätigte auch Karl-Heinz Stickan, seit 1998 Vorsitzender der Eisenbahnfreunde. „Zurzeit sind wir dabei, die alte Lokomotive aus dem Jahr 1941 zu renovieren“, berichtete Stickan, „das verdanken wir einem Zuschuss des Landschaftsverbands Weser-Hunte. Das Führerhaus ist schon schwarz lackiert, der Rest folgt in Kürze.“ Vor dem Eisenbahnzug hatte Rolf Engelhardt von den Museumsbahnern einen Stand aufgebaut, an dem er originales historisches Eisenbahnzubehör verkaufte.

Bahnhofsfest in Kirchweyhe

Gästeführerin Erika Klein hatte für die Gäste eine Überraschung bereit. Sie verkaufte Gutscheine für die Teilnahme an Gästeführungen, die für zwei Personen gültig sind und drei Euro kosteten, also die Hälfte der sonst üblichen Beiträge. „Die haben wir als kleine Weihnachtsgeschenke gedacht“, sagte Erika Klein.

Auch zahlreiche musikalische Vorträge standen auf dem Programm. Den Anfang macht das Quartett „Uncle Snake“. Es brachte rockige Musik aus den 70er- und 80er-Jahren zu Gehör. Das Blasorchester Kirchweyhe zeigte sein Können. Das Trio Gorazon begeisterte mit Geige, Akkordeon, Kontrabass und Gesang das Publikum. In der Bahnhofshalle war unterdessen eine Ausstellung des Fotografen Falk Brozio zum Thema „Zwischen Heimat und Hauptstadt eröffnet worden.

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