Zunächst fallen die Garagen

Bagger bricht nächste Woche ehemaliges Rathaus ab

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Der Kraft des Baggers können die gemauerten Wände des Garagenkomplexes nichts entgegensetzen. Sie fallen. Bis zum Ende der Woche sind die ehemaligen Unterstellmöglichkeiten für die Krankenwagen Geschichte.

Leeste - Von Sigi Schritt. Die Gemeinde Weyhe will Gas geben: Bis zum Weihnachtsmarkt soll das alte Rathaus samt der Nebenanlagen am Henry-Wetjen-Platz nicht nur dem Erdboden gleich gemacht worden, sondern auch eine Tragschicht aus Schotter aufgebracht sein.

Das hat am Donnerstag der zuständige Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski angekündigt. Nach dem Tag der Deutschen Einheit hat die Sottrumer Firma ATR begonnen, die Abbruchstelle einzurichten. Wie deren Geschäftsführer Gerhard Jodeit berichtete, hätte im Anschluss sein Team zügig damit begonnen, das ehemalige Rathaus im Innern zu entkernen. 

Das Ober- und Dachgeschoss hat bereits erste Öffnungen, über die die Handwerker Hölzer in einen Container werfen. „Alle Baustoffe müssen penibel getrennt werden“, erklärt Steffen Nadrowski.

In diesem Gebäude erinnern zwei Dinge noch daran, dass die DRK-Wache darin einmal untergebracht war: In einer Ecke befindet sich eine Klapptrage, die sicherlich einen Platz in der historischen Sammlung verdient hätte. Andererseits zeigt noch ein Wandbild ein Motiv, auf dem ein Rettungssanitäter selbst in der Sauna allseits einsatzbereit ist, sofort auszurücken.

Nur noch Schilder erinnern an Nutzer

An den Ärzteverbund und an die VHS, die ebenfalls über viele Jahre Räume in dem Gebäude genutzt hatten, erinnern nur noch Schilder an den Außenwänden. Sie sind nicht abmontiert. Wer vom Obergeschoss runter in Richtung Gemeindehaus blickt, sieht den Bagger in Aktion, der derzeit den Garagenkomplex abbricht, in dem die Krankenwagen abgestellt waren.

Blick in das Obergeschoss.

An den Gauben reißen die Mitarbeiter der Sottrumer Firma noch nicht herum. Laut Jodeit muss zunächst geprüft werden, ob die Schindeln an der Seite aus Asbest bestehen. Bis zum Abbruch des Hauptgebäudes würde man dies allerdings klären.

Wenn der Bauschutt beseitigt ist und die Teilkeller verfüllt, soll bereits jene Schottertragschicht in den Grund eingesetzt werden, damit im Frühjahr laut Nadrowski ein neuer Platz gebaut werden kann. „Die Neugestaltung des Henry-Wetjen-Platzes ist das erste Großprojekt der städtebaulichen Sanierung im Ortskern Leeste.“ Das Areal soll laut Nadrowski einen dörflichen Charakter und vor allem die Funktion eines Treffpunkts mit hoher Aufenthaltsqualität erhalten.

Altes Leester Rathaus vor dem Abriss

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