Avacon soll 95 LED-Leuchten an Hauptverbindungsroute installieren

Für die Straße statt für den Nachthimmel

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LED-Technik ist effizienter und sparsamer. Archivfoto: Schritt

Weyhe - Von Philipp Köster. Einmal im Jahr berichtet die Avacon zur Freude der Ratsmitglieder, welche Lampen sie im Rahmen des Straßenbeleuchtungs- und Servicevertrages mit der Gemeinde austauscht. „Das war eine gute Entscheidung, dass wir das damals abgegeben haben“, erinnerte CDU-Ratsfrau Ingrid Söfty jetzt im Bauausschuss an den vor elf Jahren abgeschlossenen Deal mit dem Energieversorger, für 60000 Euro im Jahr olle Stromfresser aufs Altenteil zu schicken. Avacon-Mitarbeiter Christian Leidig hatte das Gremium zuvor über die anstehenden Aufgaben informiert. In den vergangenen Jahren waren vorwiegend die Bürger in den Wohngebieten in den Genuss neuer Lampen und zum Teil auch Masten gekommen. „Die Pilzleuchten dort haben vor allem die Nacht beleuchtet und nicht die Straße“, erinnerte Leidig an den Austausch von 120 Stück 2015. Im Jahr 2016 ist die Hauptstraße vom Henry-Wetjen-Platz bis knapp hinter die Lahauser Kreuzung dran. Dabei nehmen sich die Mitarbeiter 95 Siemens-Leuchten vor, die mit Natriumdampf betrieben werden und tauschen sie gegen LED-Technik aus. Das Einsparpotenzial liege bei 70 bis 75 Prozent.

Den Einwand eines Bürgers, die LED-Technik sei zu anfällig und die Lebensdauer der Dioden zu kurz, konnte Avacon-Mitarbeiter Rolf Langowski nicht bestätigen. Außerdem gebe der Hersteller Philips eine zehnjährige Gewährleistung.

Der Ausschuss hieß den Avacon-Plan für 2016 einstimmig gut. Ebenfalls einstimmig gab der Ausschuss einen Auftrag für die Verwaltung auf den Weg, zu prüfen, ob der flächendeckende Einsatz von LED-Technik sowie flexiblere Steuerung per Handy und Zeiten über 0.30 Uhr hinaus möglich und wirtschaftlich seien. „Es soll nicht teurer werden“, betonte Fraktionschef Frank Seidel bei der Erläuterung des SPD-Antrags. Ingrid Söfty merkte kritisch an, dass die Bürger individuelle Wünsche hätten, was die Beleuchtungszeiten angeht. „Wann kommen die letzten Nachtschwärmer nach Hause? Um halb drei?“ Die SPD hatte in ihrem Antrag darüber hinaus auch an Zeitungsausträger und Pflegedienste gedacht. Die Verwaltung soll nach Söftys Willen „alle Kosten aufdröseln“. Annika Bruck (Grüne) gab zu bedenken, dass sich viele Bürger freuten, wenn um 0.30 Uhr das Licht gelöscht sei. Und die Umrüstung auf LED sei ohnehin Stand der Technik. Ein Komplettaustausch kann sich laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte nach sechs bis acht Jahren gerechnet haben, habe er von anderen Kommune gehört. Jedoch könne es sein, dass dieser Auftrag neu auszuschreiben sei.

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