Avacon und swb beenden Einzahlungen

Kein Geld mehr für Energieagentur

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Auch dieses Haus ist in den vergangenen Jahren mit Hilfe der EAW-Fördermittel saniert worden. Archivfoto: Sigi Schritt

Weyhe - Von Philipp Köster. Wer sein Haus modernisieren oder innovative Projekte rund ums Thema Energie sparen anschieben will, kann vorläufig nicht mehr auf Fördermittel aus dem Topf der Energieagentur Weyhe (EAW) hoffen. Die Energieversorger Avacon und Stadtwerke Bremen (swb) werden ab 2016 keine weiteren Gelder mehr zur Verfügung stellen.

Nach Angaben von Avacon-Kommunalreferent und EAW-Mitgeschäftsführer Hermann Karnebogen haben sein Unternehmen und die swb in den vergangenen 20 Jahren insgesamt 2,5 Millionen Euro für besagte energetische Maßnahmen bereit gestellt. So konnten die Weyher Zuschüsse für Solarthermieanlagen und Erdsondeninstallationen, Mini-Blockheizkraftwerke und LED-Technik beantragen.

Jutta Timmermann vom Baufachbereich der Gemeinde – die Kommune fungiert als dritte Gesellschafterin der GmbH – teilt mit, dass der bereits 1997 festgelegte Geschäftszweck zum Ende des Jahres endet. „Ab 2016 werden die Gesellschafter deshalb keine weiteren Einlagen mehr tätigen. Die Gemeinde wird sich aber auch ab 2016 dafür einsetzen, dass es weiterhin eine Energieberatung und eine Förderung klimaschützender Maßnahmen gibt. Ob dies innerhalb einer Energieagentur Weyhe oder in anderer Form geschehen wird, entscheidet sich erst im Laufe des Jahres 2016“, sagt Timmermann.

Karnebogen betont aber, dass die EAW nicht aufgelöst wird. „Das kann man gar nicht von heute auf morgen.“ Anders als etwa die Netzgesellschaft Stuhr/Weyhe (NGSW). Sie war im Juli per Ratsbeschluss in den beiden Kommunen zu Grabe getragen worden. Vor dem Hintergrund des Auslaufens der Konzessionsverträge und des Verfahrens zur Neuvergabe hätten Wettbewerber klagen können, dass die Avacon als 49-prozentige Mitgesellschafterin der NSGW schon einen Fuß in der Tür haben könnte, wenn es um einen Partner der Gemeinden in zukünftigen kommunalen Stadtwerken geht.

Die EAW befindet sich jedoch in einem „offenen Zustand“, wie es Karnebogen beschreibt. Zu möglichen Verbindungen zum Vergabeprozess der Netze will er sich genauso wenig äußern wie Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Der Verwaltungschef stellt aber in Aussicht, eine Lösung finden zu wollen, dass auch in Zukunft Weyher in den Genuss einer Förderung für engergetische Projekte kommen.

Laut Karnbogen ist das EAW-Budget für dieses Jahr bereits ausgeschöpft.

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